Web_324809427.jpg Gin passt sich jedem Geschmack an uns ist so vielfältig wie keine andere Spirituose

Gin – Geschichte und Herstellung des Trend-Getränks

Gin-ial Mixen mit Gin

Gin hat sich in den letzten Jahren zur Trend-Spirituose schlechthin etabliert. Doch warum lieben wir Gin so sehr? Weil der Wacholderschnaps, je nach Zusammensetzung, die unterschiedlichsten Geschmacksnoten tragen kann und sich so unseren individuellen Vorlieben perfekt anpasst. Das Chamäleon unter den Spirituosen macht sowohl pur, als Gin & Tonic oder auch als Cocktail-Basis eine ziemlich gute Figur.

Geschichte und Herkunft von Gin

Doch woher kommt Gin und sein klingender Name eigentlich? Das Grundrezept stammt ursprünglich aus den Niederlanden und wurde vom Arzt Franciscus Sylvius im 17. Jahrhundert entwickelt. Dieser verlieh dem Wacholderschnaps den Namen Genever. König Wilhelm III. von Oranien-Nassau brachte die Spirituose 1689 nach England, wo das Getränk als “Gin” rasch an Beliebtheit gewann. Das Grundrezept wurde über die Jahrzehnte weiter verfeinert. So entstand der bekannte London Dry Gin – ein Vierfach-Destillat aus Kupferkesseln – mit seinem charakteristischen runden und trockenen Aroma.

Übrigens: Heute ist Beefater Gin der einzige London Dry Gin, der noch immer in London destilliert wird!

 

Wacholder Plus X – aus was besteht Gin?

Die Basis von Gin ist neutraler Alkohol, der mit Botanicals – Wacholderbeeren sind verpflichtend mit dabei – versetzt wird. Gerade die Botanicals sorgen für die aromatische Vielfalt von Gin. Hier ist nicht nur von Kräutern die Rede, sondern auch von Beeren, Früchten, Samen, Gewürzen, Schalen oder Wurzeln. Kardamom und Zitrusfrüchte kommen besonders gerne  zum Einsatz.

 

Die Destillation

Nach dem Einlegen der natürlichen Zutaten, der sogenannten Mazeration, wird die Spirituose destilliert. Meist in Kupferkesseln erlangt Gin so seinen klaren und feinen Charakter. Die Brenner üben hier großen Einfluss auf den Gin-Geschmack aus: Ob mehrmals destilliert wird, wann die Botanicals beigemengt werden oder ob Zucker oder Aromen hinzugefügt werden, bestimmen das Aroma im Glas maßgeblich mit. 

Tatsächlich gibt es mehrere Gin-Sorten, vom trockenen Stil über den süßeren „Old Tom“ bis hin zu den fruchtigen „Pink Gins“: Sie alle sind Teil des Wacholder-Kosmos. In den folgenden Absätzen erfahren Sie mehr dazu! 

Web_402337237.jpg Unterschiedliche Botanicals verleihen jedem Gin seinen einzigartigen Geschmack

Welche Gin-Sorten gibt es?

Die EU erkennt offiziell zwei Sorten als Gin an: Den destillierten Dry Gin und den London Dry Gin. Namensträger gibt es allerdings viele mehr – so zum Beispiel der englische Sloe Gin, der wegen der Herstellung als Likör gekennzeichnet wird.

 

London Dry Gin

Der in London im späten 18. Jahrhundert entwickelte London Dry Gin muss heute bestimmte Auflagen erfüllen, um als solcher bezeichnet werden zu dürfen. So wird die hohe Qualität sichergestellt:

  • Der Alkohol ist landwirtschaftlichen bzw. pflanzlichen Ursprungs.
  • Das Herstellungsverfahren ist Destillation.
  • Inhaltsstoffe sind ausschließlich Alkohol, Wasser und pflanzliche Stoffe – kein zusätzlicher Zucker oder künstliche Aromastoffe. Alle Zutaten werden gleichzeitig beigemengt.
  • Der Mindestalkoholgehalt beträgt 37,5 %.

Das Wichtigste an dieser Stil-Bezeichnung ist, dass sie keine geografische Einschränkung darstellt. „London Gin“ wird am Polarkreis genauso destilliert wie in Österreich.

Berühmte Markenvertreter der Gin-Sorte sind Beefater, Tanqueray, Bombay Sapphire und Gordon’s.

 

Destillierter Gin oder “Dry Gin”

Der Dry Gin ist im Geschmack dem London Dry Gin sehr ähnlich, nur können hier auch Gewürze und Aroma- und Farbstoffe hinzugefügt werden. Erzeugt wird die Spirituose aber genauso durch die Destillation. Auch hat der Hersteller die Freiheit, die Botanicals zu unterschiedlichen Zeitpunkten hinzuzufügen und kann so größere Geschmacksvariationen schaffen. Das “Dry” im Namen stellt im Übrigen nur fest, dass das Destillat nicht nachträglich gesüßt werden darf und hat nichts mit dem Geschmack zu tun.

Wie wird Gin am besten kombiniert?

Gin kann in viele Rollen schlüpfen: Fruchtig, herb, frisch und zitronig – doch welcher ist Ihr Typ? Um das herauszufinden, wird am besten gekostet. Aber Vorsicht: Gin reagiert nämlich auf seine Umgebung. Anders gesagt, es muss nicht jeder pur verkostete Liebling auch im Cocktail begeistern. Dies kann man witzigerweise von den alkoholfreien Gin-Alternativen lernen – sie bringen erst mit Tonic Water alle Facetten zum Vorschein. Und auch beim alkoholischen Bruder kann das Zusammenspiel mit anderen Getränken Noten akzentuieren, die zuvor verborgen waren. Hier lohnt sich die Verkostung: Wo bringt eine Limettenscheibe mehr Frische, wo überlagert sie subtile Noten? Wer bekommt die Gurke, wer packt Beeren zu den Eiswürfeln? Ist diese Geschmacksfrage einmal geklärt, kann das große Mixen beginnen.

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Asian Cherry (alkoholfrei)

Durch die Zugabe von Jasmintee entfaltet der alkohlfreie Gin erst seinen vollen Geschmack. Das blumige Tonic hebt den fruchtigen Geschmack durch prickelnde Frische hervor

 

Zutaten

5 cl Siegfried „Wonderleaf“, 5 cl Cherry Blossom Tonic (Thomas Henry), 5 cl kalter Jasmintee

 

Zubereitung

Den Jasmintee gemäß Anleitung aufbrühen und auskühlen lassen. Eiswürfel ins Glas geben, Wonderleaf und Tee zugeben und verrühren. Mit Tonic Water auffüllen.

Wie serviert man Tonic richtig?

Ohne viel Schwierigkeiten ließe sich mit Kräutern und neutralem Alkohol aus dem INTERSPAR-Regal im Kochtopf eigener Gin ansetzen. Ein Tonic zu kreieren ist allerdings nicht nur weit schwieriger, sondern mitunter lebensgefährlich. Der Bitterstoff Chinin ist in Apotheken erhältlich und muss äußerst fein dosiert werden. In größeren Mengen ist der Inhaltsstoff sowohl gesundheitsschädlich, als auch ungenießbar bitter. Und dann ist da noch die Kohlensäure, die im Tonic möglichst kräftig und langanhaltend sein sollte. Ein schaler „G&T“ ist schließlich mehr als enttäuschend.

Profi-Trick fürs Einschenken: Die Kohlensäure bleibt am besten erhalten, wenn das Tonic über den Barlöffel oder entlang der Glaswand eingeschenkt wird. Umrühren ist nicht notwendig.

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Tea & Tonic

Eine besonders raffinierte Aromatisierung des „Gin & Tonic“, die auch als Hingucker funktioniert. Und vor allem zu weiteren Experimenten (z. B.: Grüntee mit Beeren) einlädt.

 

Zutaten

5 cl Bulldog Gin, 1 Malve- oder Hibiskusteebeutel, z. B. NUSSYY „Bio Kuschel-Tee Lemon-Hibiskus“, Tonic Water

 

Zubereitung

Den Gin ins Glas füllen und den Tee zehn Minuten in der Spirituose „ziehen“ lassen. Eiswürfel zugeben und mit Tonic aufgießen – jetzt erst breitet sich die Färbung wie magisch im Drink aus.

 

Grundregeln für das Pairing von Gin & Tonic

Klassische Tonics sind die unkomplizierten Partner, die im Zweifelsfall immer eine gute Figur machen. Gerade bei ausdrucksstarken Gins mit dichten Aromen braucht es neutrale Tonics, die den Gin nicht überlagern. Fruchtig-florale Gins wiederum vertragen aromatischere Tonic-Kreationen. Zitrusbetonte Gins lassen sich gut mit trockenen, frischen oder fruchtigen Tonic-Varianten ergänzen. Pfeffrige Gins sind hingegen nur bedingt kompatibel mit zitronigen, floralen oder fruchtigen Tonics. Wir finden jedenfalls, probieren geht über Studieren. Dem persönlichen Geschmack sind keine Grenzen gesetzt. Diese Gin-Marken sind besonders geeignet für Ihr ganz persönliches Tasting-Event: Lebensstern, Kyrö, Drumshanbo, Malfy, Roku, Wacholderbär, Wien Gin, The Botanist, Gin Mare

 

Für den perfekten Gin Tonic gilt: je mehr Eis, desto besser. Der Drink soll möglichst lange kalt bleiben, aber nicht verwässern – Crushed Ice ist demnach verboten!

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The Gibson

Die würzigere Variante des „Dry Martini“ ist ein sehr kräftiger Aperitif – und passt mit den ikonischen Zwiebelchen perfekt zu den mediterranen Kräutern dieses Gins.

 

Zutaten

5 cl Gin Mare, 1 cl Martini Extra Dry, 2 eingelegte Perlzwiebeln

 

Zubereitung

Zwiebelchen auf einen Cocktail-Picker spießen. Rührglas oder Boden eines Shakers mit Eis füllen und Gin und Wermut kalt rühren (im Fall des Shakers: bis er beschlägt). Ins Glas abseihen und den Spieß darin versenken.

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Gin & Tonic

Der Highball-Klassiker schlechthin lebt von der Frische und Kühle der Zutaten. Geschmackssache ist das Mischungsverhältnis, das von trockenen 1:2 bis 1:4 reicht.

 

Zutaten

5 cl Reisetbauer Blue Gin, 10 – 15 cl Tonic Water

 

Zubereitung

Glas mit Eis füllen und Gin eingießen. Tonic vorsichtig und nicht zu hastig eingießen, um möglichst viel Kohlensäure zu erhalten. Eis einmal kurz mit einem Löffel

Weitere Arten von Gin

Sloe Gin: Als Nichtmitglied der Gin-Kategorie weist diese Sorte eine auffällig rote Farbe und erreicht meist nicht die 37,5 % Vol. Die Spirituose wird nicht destilliert, sondern ganz nach Usus der Likör-Herstellung angesetzt. Als Basiszutat dient die Schlehe, die der Heidelbeere sehr ähnlich sieht. Zusammen mit destilliertem Gin und Zucker bilden sie den Sloe Gin.

 

Old Tom Gin: Dieser Gin gilt als Überleitung vom ursprünglichen Genever hin zum London Dry Gin. Der Unterschied ist, dass das bittere Destillat im Nachhinein mit Zucker versetzt wurde. Aus diesem Grund wird die süße Spirituose gerne als Basis für Cocktails eingesetzt.

 

New Western Dry Gin: Die dominante und typische Gin-Note von Wacholder wird bei diesen Sorten durch andere Kräuter in den Hintergrund gestellt. So wird die Bühne frei für neue Aroma-Interpretationen und spannenden Geschmacksnoten.

 

Pink Gin: Ein Begriff, der in jüngster Zeit für Verwechslungen sorgt. Bis zum Auftauchen von aromatisierten, rosa bis roten Gins (z. B. mit Beeren oder Hibiskus) verstand man darunter einen Cocktail für Hartgesottene: Purer Gin erhielt einige Tropfen Angostura Bitter zugesetzt, die das Getränk dann auch rosa färbten.

Die wichtigsten Gin-Begriffe erklärt:

Damit Sie auch für den Gin-Smalltalk gerüstet sind, haben wir die wichtigsten Begriffe rund um die Wacholder-Spirituose zusammengefasst.

 

Botanicals

Darunter versteht man die aromagebenden Zutaten eines Gins, die dem neutralen Alkohol in einem weiteren Brennvorgang Geschmack verleihen. Neben Zitrusfrüchten gehören hier Wurzeln (Iris oder Engelwurz), aber auch Küchengewürze wie Koriander, Anis oder Pfeffer dazu. Dies ermöglicht die Vielzahl an Gin-Rezepten. Unverzichtbar ist lediglich der Wacholder, der gesetzlich vorgeschrieben ist.

 

Tonic Water

Von der Wortgeschichte eng mit dem „Tonikum“ verwandt, hat der beliebte Filler seinen Ursprung in der Medizin. Das bittere Chinin, ursprünglich aus Baumrinde gewonnen und später synthetisch hergestellt, wirkt fiebersenkend und gegen Malaria. Als Heilmittel gelangte es in die Tropen, wo die Mischung des „Tonics“ mit Gin erstmals erprobt wurde.

 

Filler

Barprofis bezeichnen damit die Flüssigkeit, mit der eine Basis-Spirituose aufgegossen wird. Das können Säfte sein, meist sind es aber kohlensäurehaltige Getränke wie Soda, Bitter Lemon und natürlich Tonic Water für einen erfrischenden „Gin & Tonic“.

 

Na, bereits Lust auf einen erfrischenden Gin-Drink bekommen? Wir von INTERSPAR wünschen jedenfalls frohes Verkosten!

 

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