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SOMMERWEINE

Als im Frühling der letzte Schnee schmolz und die ersten Blumen sprossen, machte sich eine bunt gemischte Runde von Weinexperten, vinophilen Freunden und Freizeit-Sommeliers auf, um die perfekten Sommerweine zu verkosten und auszuwählen. Von Michael Hrobath


Es ist mittlerweile eine liebgewonnene Tradition: die Kür der vier INTERSPAR Weinwelt-Sommerweine. Jedes Jahr werden die perfekten Weine in den Kategorien Weiß-, Rot-, Rosé- und Schaum-wein gesucht und gefunden. Der Anspruch an die Siegerweine ist hoch: Die Weine müssen frisch, fruchtig, süffig, unkompliziert sein und animierend duften und schmecken. Sie dürfen nicht zu leicht sein, nicht zu säurebetont und sollten ein ausgezeichnetes Preis-Genuss-Verhältnis bieten. Der Weißwein muss zu leichten Sommergerichten passen, und jeder Schluck soll Lust auf den nächsten machen. Um das Rennen als Sommerweinsieger in der Kategorie Rosé zu machen, sind Frische, eine schöne Roséfarbe und ein hoher Trinkspaßfaktor von Nöten. Wer bei den Roten als Sieger in Frage kommen möchte, muss fruchtig und unkompliziert sein. Der nicht zu schwere Rotwein ist immerhin dazu auserkoren, Grillgerichte und lange Sommernächte perfekt zu begleiten. Bei den Schaumweinen waren Frische, feinste Perlage und animierende Fruchtaromen gefragt, um als Sieger in dieser Kategorie hervorzugehen.

 

Sommerweine-2.jpg Die Blindverkostung der Sommerweine ist ein Highlight im Weinwelt-Jahr.

Die Weineinkäufer rund um INTERSPAR-Weinexpertin Anne J. Thysell und Schaumweinexperte Florian Sperl bestimmten in einer Vorverkostung von weit über 100 Weinen die jeweils zehn Finalisten in den vier Kategorien für die große Jury-Verkostung. „Schon die Auswahl der zehn Weine fiel nicht leicht. Die Winzer haben im letzten Jahr ganze Arbeit geleistet und trotz des schwierigen Weinjahres 2016 unglaublich frische, fruchtige und aromatische Weine gekeltert. Also genau das, was wir suchen“, so Anne J. Thysell. Mit insgesamt 40 Weinen im Gepäck ging es auf nach Schloss Klessheim, wo dann in den stilvollen Räumlichkeiten des Casino Salzburg die große Sommerweinverkostung über die Bühne gebracht wurde. Experten, Weinfreunde und Mitarbeiter – allesamt Genießer und so unterschiedlich wie unsere Weinwelt-Kunden – saßen in der Jury, die es in der Hand hatte, die Sommerweinsieger zu prämieren.

Es wurde in edlem Ambiente verkostet, geschnüffelt, geschmeckt und diskutiert, was das Zeug hielt. Die Flaschen waren bei dieser Blindverkostung gut eingepackt und das führte natürlich bei jedem neuen Glas unweigerlich zu Spekulationen, welche Rebsorte oder welcher Winzer sich wohl hinter dem Wein verbergen mochte.

Anschließend wurde das Geheimnis gelüftet, welche Weine hier zur Verkostung standen und welche, nach erfolgter Auswertung, zu den vier Sommerweinsiegern gekürt worden sind. So viel sei vorab schon verraten: Zwei Italiener und zwei Österreicher durften sich die Krone aufsetzen.

DIE SIEGERWEINE

 

Weißwein

In der Kategorie Weißwein hatte Steiningers Sauvignon Blanc die (sortentypische) Nase vorn. Er überzeugte quer durch die Jury-Bank mit seinen duftigen Noten nach Holunderblüten und exotischen Früchten sowie mit seiner enormen Trinkfreudigkeit. „Genau so stelle ich mir einen weißen Sommerwein vor. Die Frische, die sommerliche Aromenfülle und der feine Charakter dieses Sauvignon Blancs macht bei jedem Schluck Lust auf mehr!“, fasst Weinexpertin Petra Stritzl die Vorzüge des Weißweinsiegers begeistert zusammen. Knapp dahinter reihten sich zwei weitere Niederösterreicher auf den Plätzen zwei und drei ein. Margit Müller-Grossmann nahm mit ihrem Grünen Veltliner Großer Satz 2016 mit nur wenigen Punkten Rückstand den zweiten Podestplatz ein. Der Grüne Veltliner 2016 der Domäne Gobelsburg überzeugte mit saftiger Säure und schönen Fruchtaromen und wurde schließlich Dritter.

Sommer-weine-3.jpg Auch Chefredakteurin Gertraud Burtscher war Mitglied der hochkarätig besetzten Jury.

Roséwein

Ein alter Bekannter durfte erneut am Siegertreppchen ganz oben Platz nehmen. Der Pink Bliss aus dem Haus MAD Marienberg ist der Roséwein des Sommers 2017. Die frische Säure, der herrlich strahlende Roséton und die animierenden Aromen nach reifen Himbeeren und Zitronenzesten machen den Pink Bliss zum Sieger. „Mehr Sommer im Glas geht schon fast nicht mehr. Bei diesem Rosé passt wirklich alles zusammen und er macht einfach nur Spaß“, so Anne J. Thysell über jenen Wein, der bisher am öftesten diese Prämierung einheimsen konnte. Den guten zweiten Platz sicherte sich das Weingut Steininger mit seinem Rosé. Fast konnten die Steiningers heuer gleich zwei Sommerweinsieger stellen. Auf dem dritten Platz landete ein spannender Spanier. Der Rosé von der Quinta da Raza ist auf jeden Fall der Preis-Genuss-Sieger der heurigen Verkostung. So viel Rosé für so wenig Geld bekommt man selten.

Rotwein

Rotwein im Sommer? Unbedingt! Leicht gekühlt schmecken Zweigelt und Co. wunderbar an lauen Sommerabenden, ob zu Gegrilltem oder solo. Bei der Verkostung überzeugte ein charmanter Südtiroler schließlich die Jury. Der Bozen Lagrein Gries 2016 darf sich heuer mit der Siegermedaille schmücken. Der Wein duftet nach einem Korb frisch gepflückter Waldbeeren, ist samtig, frisch und nicht zu schwer. „Ich kann mir keinen besseren Begleiter zu einem saftig gegrillten Steak vorstellen. Wer die Rebsorte Lagrein noch nicht kennt, muss diesen Wein unbedingt kosten“, so Marketingleiter Hans-Jürgen Wimmer über den Sieger.

Zwei heimische Rotweine machten dann die Plätze zwei und drei unter sich aus. Der Zweigelt des sympathischen Traisentalers Markus Huber konnte mit Finesse, Trinkfreudigkeit und sommerlicher Frucht beeindrucken. Die Jury war ebenso von Pittnauers Pitti und dessen einladenden Aromen nach Kirschen, Beeren und feinen Gewürzen angetan.


Schaumwein

Bei den prickelnden Weinen beansprucht heuer ein Rosé-Spumante den Schaumwein-Thron für sich. Der Mionetto MO Sergio Rosé funkelt pfirsichblütenrosa aus dem Glas und versprüht Aromen nach Himbeeren, Grapefruit und Cassis. Am Gaumen ist er intensiv und dennoch elegant. „Kein Sommerfest ohne diesen Rosé-Prosecco!“, so der INTERSPAR Weinwelt-Schaumweinexperte Florian Sperl.