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Syrah vs Shiraz

(Aktualisiert/ Salzburg, 29.06.2020) Mit Syrah oder Shiraz – wie die Rebsorte auch genannt wird – sind große Namen untrennbar verbunden. Edle Gewächse wie der Grange vom australischen Weingut Penfolds oder die Erfolgsweine französischer Appellationen wie Hermitage gehen auf das Konto der Rebsorte, deren Ursprung im persischen Shiraz vermutet wird.

Die rote Syrah ist eben eine jener noblen Rebsorten, deren Weine auch durch Flaschenreife profitieren. Es gibt aber weitere positive Merkmale, die für den Siegeszug durch die Weinberge weltweit sorgten. Da wären die tiefdunkle, rote Farbe der Weine oder die ansprechenden Aromen zu nennen. Ebenso die Eigenschaft, nicht nur in der Spitze zu überzeugen. Syrah gehört zu den Rebsorten, die selbst als günstige Basisweine über sehr gute Qualität und Wohlgeschmack verfügen. Kein Wunder also, dass der Syrah in den Top Ten der meistangebauten Rebsorten weltweit zu finden ist. Ob Syrah oder wie in Australien Shiraz auf dem Etikett steht, sagt schon viel über den Wein aus, den man in der Flasche findet. Denn im Ausbau folgen die Winzer weltweit entweder dem klassischen französischen oder dem kräftigen australischen Stil. Frankophil vinfizierte Weine werden daher auf dem Etikett als „Syrah“, die im würzigen, konzentrierten australischen Stil bereiteten Weine als „Shiraz“ bezeichnet. Shiraz Weine aus Australien jetzt bestellen >

Vielfalt und Harmonie bei den Franzosen

In Frankreich entstehen besonders an der kühlen, nördlichen Rhône herausragende Weine, deren typischer Charakter mit Aromen von schwarzem Pfeffer, Veilchen, Pflaumen, schwarzen Oliven, Teer und Leder beschrieben werden kann. Typisch sind die dunkelviolette Farbe und die im Vergleich zu australischen Gewächsen zupackenden Tannine, die nach einem kräftigen Essen und Flaschenreife verlangen. Aus den besten Appellationen an der nördlichen Rhône stammen der kraftvolle, konzentrierte Hermitage und der eher feminine Côte- Rôtie, der neben den pfeffrigen Fruchtaromen mit zunehmender Reife herrliche Noten von Rauchspeck entwickeln kann. Cornas ist dagegen duftiger, und die Appellationen Saint-Joseph oder Crozes-Hermitage liefern saftige Weine, die schon zwei bis drei Jahre nach der Ernte zugänglich sind. Weiter im Süden ist Syrah wichtiger Verschnittpartner. Nicht nur in Châteauneuf- du-Pape verleiht die Syrah-Traube im Verbund mit der Mourvèdre der üppigen Grenache mehr Struktur. Der Verschnitt aus diesen drei Rebsorten ist einer der großen Klassiker in der Weinwelt. Die drei Rebsorten harmonieren so genial miteinander, dass man in Australien diese Cuvée als „heilige Dreifaltigkeit“ bezeichnet. Syrah Weine aus Frankreich jetzt bestellen >

Große Weinkultur in Down Under

Wenn Pfeffer das Leitaroma in den Syrah- Weinen der nördlichen Rhône ist, so ist es dunkle Schokolade im australischen Shiraz. In Down Under hat sich die Rebsorte, die schon seit dem 19. Jahrhundert hier kultiviert wird, zum unverwechselbaren Markenzeichen entwickelt. Wer einmal im berühmten Barossa Valley war, weiß warum: In keinem anderen Land gibt es ältere Syrah-Reben. Neben Eukalyptusbäumen stehen hier über 100 Jahre alte, knorzige Pflanzenwesen. Solche Reben geben von Natur aus Trauben, die für eine unvergleichliche, natürliche Konzentration der Weine sorgen. Wer einen dieser großen Weine im Glas hat, wird betört sein von den Aromen von reifen dunklen Beeren und Pflaumen sowie getrocknetem Lavendel, von Minze und Veilchen, aber auch Schokolade, Lakritze, Pfeffer und Speck. Hinzu kommen ein kraftvoller Körper, dicht gewobene und saftig-reife Tannine sowie die Erkenntnis, dass es Balance auch mit hohem Alkoholgehalt gibt. Die großen Shiraz-Weine aus Australien zählen zweifellos zu den besten Weinen der Welt. Ob Syrah oder Shiraz, ob aus Frankreich, Australien oder anderen Weinländern der Welt, diese Weine sind ideale Essensbegleiter. Vor allem in der Wildsaison sollte immer ein würziger, gereifter Côte-Rôtie oder St.-Joseph im Keller sein. Ein saftiger Shiraz kann zu allen Grill- oder Schmorgerichten serviert werden. Gerade an noch kühlen Abenden kann es außerdem nicht schaden, sich mit einem Shiraz die Sonne Australiens ins Glas und vor den Kamin zu holen.

 

Von Romana Echensperger, MW (Master of Wine und schreibt und berät in Sachen Wein)

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