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Willkommen daheim

Eine Seefahrt mag ja lustig sein. Viel schöner und genussreicher ist aber eine Überlandpartie zu Erich Scheiblhofer, Josef Dockner und Stefan Krispel.

Wir besuchen die drei Winzer in ihren Heurigen, reden über die Bedeutung von Gastfreundschaft und übernachten in ihren feinen Gästebetten.

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Weingut Erich Scheiblhofer

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. Ein bisschen Orientierung schadet aber auch vor dem Aufbruch nicht. Was also muss einer wissen, der Andau besuchen möchte? Zunächst einmal, wo er es überhaupt findet. „An Andau fährt man nicht zufällig vorbei, dahin muss man wollen!“ Erich Scheiblhofer muss es wissen, der lebt dort seit über 40 Jahren. Von ihm erfahre ich auch, dass man Regenschirm und dicke Socken zuhause lassen kann: Mit über 2.200 Sonnenstunden pro Jahr ist die nordburgenländische Gemeinde eine der sonnigsten Gegenden Österreichs. An 360 Tagen im Jahr hat das Weingut geöffnet, das seine Besucher mit einem „Hallo, grüß euch!“ empfängt, die formale Distanz also gleich zur Seite schiebt. Führungen durch den Betrieb – die Runde entpuppt sich als kleine Wanderung – sind bei Scheiblhofers ohne Anmeldung möglich. 

„Wir haben keinen Showkeller. Unsere Gäste können den Leuten beim Arbeiten zusehen! Die tun auch nicht so, als hätten sie Spaß. Die haben wirklich Freude am Job!“ Davon ist jedenfalls der Chef überzeugt. Dem Knurren im Bauch begegnen Scheiblhofers mit einer regionalen Küche, die auf die klassischen Insignien der Gourmetküche verzichtet. „Wir sind gehoben, aber weit weg von Haute Cuisine, wo sich die Gänge tummeln und man beschwert ins Bett fällt.“

Wenn um 18 Uhr die Tore des Weingutes geschlossen werden, klappen in Andau die Gehsteige hoch. Ein Grund, warum die Scheiblhofers demnächst wieder die Schaufel in die Erde graben: Ein Wellness-Resort soll hier entstehen. Eröffnung: 2021. Warum tut man sich das an? „Hätte ich bei dieser Frage jedes Mal 100 Euro bekommen, könnte ich das Hotel bar bezahlen“, lacht Erich. „Weil wir jung sind und komplett verrückt! Weil ich an den Weintourismus glaube! Wir wollen die Leute nicht nur vom Wein in der Flasche begeistern, sondern auch vom ‚Erlebnis Wein’.“ (Adresse Weingut Scheiblhofer: Halbturnerstraße 1, 7163 Andau)

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Winzerhof Dockner

Von runherum und weiter weg kommen die Menschen, die bei Josef Dockner um Einlass bitten. Der ist in Höbenbach zuhause und damit im Kremstal. „Unser Weingut liegt nicht neben der Schiffanlegestelle, Höbenbach ist kein Hotspot wie Dürnstein oder Spitz. Mittlerweile haben wir uns aber einen Namen erarbeitet. Die Leute fahren extra zum Dockner!“ Zum Pflichtprogramm gehört die alte Kellergasse am Kremser Frauengrund, in der die Winzerfamilie ihre Sektmanufaktur eingerichtet hat – außerdem einen beliebten Heurigen, der im Juni und Juli für jeweils zwei Wochen öffnet. Die Aussicht ist hier bestechend, die Kulinarik pikant: Josefs Mutter Gudrun schätzt vor allem die traditionelle Hausmannskost und damit auch Surschnitzel, Grammelknödel oder gebackene Blunze. Ob Dockners wissen, woher das Fleisch kommt? „Selbstverständlich. Im Nachbarort haben wir einen guten Freund, der auf seinem Bauernhof für uns ein paar Duroc-Schweine hält. Sie werden dort ordentlich gefüttert, haben ein gutes Leben! Geschlachtet werden sie am Hof. Es gibt also keine Transportwege.“

Der Kellergassen-Heurige ist nur eine von drei Dockner’schen Gaststätten. Wein und Kulinarik lassen sich auch im Stammhaus- Heurigen und im „wein.genuss Göttweig“ (also im Weinverkostungszentrum der Dockners) genießen. Dort findet einmal im Monat ein Winzerbrunch statt. Sehr beliebt ist der – sohin auch lange im Voraus ausgebucht. Dabei werden gerne Raritäten geöffnet, also Weine, die seit 15, 20 Jahren unterm Stoppel schlummern. Sollte beim Aufenthalt in Höbenbach der Bund in der Hüfte zwicken, empfiehlt sich die Radlerhose: Um den Göttweiger Berg führen schöne Radwanderwege. „Fährt man die in der ausgewiesenen Richtung, schafft das jedes Kind. In der Gegenrichtung hat man zwei Anstiege, das ist etwas für die Ambitionierten!“ Dass man gerne bei den Dockners einkehrt, ist kein Gerücht: Im Heurigen- und Buschenschank- Guide von Falstaff (2019) wird die Winzerfamilie mit 96 Punkten und dem 2. Platz in der nationalen Bewertung belohnt! (Adresse Winzerhof Dockner: Ortsstraße 30, 3508 Höbenbach)

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Weingut Krispel

Wer in Straden in die Pedale tritt und damit dort, wo Stefan und Julia Krispel zuhause sind, tut das bevorzugt auf einem E-Bike. Wie der Name vermuten lässt, ist das steirische Vulkanland ein Land der Vulkane, folglich nur im Auf und Ab zu nehmen. Ins Bett fallen kann der Radfahrer bei Krispels. Sechs Doppelzimmer und eine Ferienwohnung stehen den Gästen zur Verfügung, außerdem ein Pool, eine Erlebniswelt und der Gutsheurige. Wer dort die Weinkarte studiert, findet über 100 Krispel-Weine. Und weil die Steirer die Konkurrenz nicht scheuen, außerdem etwa 250 nationale und internationale Tropfen. „Wir kennen die Betriebe, mögen die Weine. Wir zeigen, was uns gefällt, möchten uns vergleichen“, erzählt Stefan. Auch der Gutsheurige von Krispel hat es im Heurigen- und Buschenschank-Guide von Falstaff aufs Stockerl geschafft: Er liegt in der nationalen Bewertung mit 95 Punkten auf dem 3. Platz!

Die Krispels setzen – neben dem Genussgut und dem Wein – auch auf das Schwein. Am Hof der Steirer tummeln sich rund 80 Wollschweine. Der Rüsselbande geht es offenkundig gut: Die kann sich den lieben langen Tag im Freien aufhalten, wühlen und suhlen. Das Getreide, mit dem die Schweine gefüttert werden, kommt aus der Region. „Alle reden von Regionalität und Nachhaltigkeit. Wir ziehen das hier wirklich durch“, meint Stefan, der die klassische Brettljause von der Karte gestrichen hat. „Bei uns gibt’s nur noch Spezialitäten unserer eigenen Tiere.“ Wer eine davon ordert, kann die Wartezeit bei einem Rundgang verkürzen: Infotafeln lotsen die Interessierten durch die „gläserne Manufaktur“, wo Speck und Wein entstehen. „Früher haben wir Tablets mit abrufbaren Infos ausgeteilt. Die Gäste haben das nicht angenommen.“ Willkommen sind hingegen die Ausflugstipps: Krispels empfehlen die Thermen in Bad Gleichenberg und Bad Radkersburg Radkersburg und ihren Weingarten: „Von den Rieden Neusetzberg, Hochstraden und Rosenberg aus hast eine super Aussicht.“ (Adresse Weingut Krispel: Neusetz 29, 8345 Hof bei Straden)

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