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Was ist Sturm? Alles über das Herbstgetränk

Sturm gehört zum Herbst wie Kastanien, bunte Blätter und Wollpullover. Und hat, im Gegensatz zu den meisten anderen alkoholischen Getränken, länderspezifisch unterschiedliche Namen. Diese reichen von der von der in Österreich gebräuchlichen bekannten Bezeichnung „Sturm“ über “Federroter”, “Federweißer”, “Sauser”, “Rauscher” oder “Staubiger”, bis hin zu "Vino Nuovo" in Italien oder "Vin Bourru" in Frankreich und mehr. Egal, wie Sie ihn nennen wollen, er ist jedenfalls ein herbstlicher Genuss. Erfahren Sie hier, was Sturm eigentlich ist, wieso er in undichten Flaschen gelagert und mit der linken Hand gehalten wird, sowie weiteres mehr.

  

Was genau ist Sturm?

Vereinfacht könnte man Sturm als “Zwischenstation” vom Traubensaft zum Wein während der Gärung bezeichnen. Er wird in dem Moment genossen, wenn der alkoholfreie, als “Most” bezeichnete Saft gerade zu gären beginnt. In diesem Stadium enthält das Getränk bereits Alkohol (verkauft wird Sturm ab vier Volumenprozent), gleichzeitig ist aber ein großer Teil des Fruchtzuckers noch unverändert erhalten. Das sorgt nicht nur für den süßen Geschmack, sondern auch dafür, dass der Alkohol schnell zu Kopf steigt und dort einen “Sturm” auslöst – womit auch der österreichische Name des Getränks erklärt ist.

 

Die beginnende Gärung und der Umstand, dass das Getränk noch nicht filtriert wurde, sind ist auch für die natürliche Trübung des Sturms verantwortlich, denn in ihrem Zuge entsteht durch frei werdendes CO2 das typische Prickeln, welches die Hefepartikel im Most aufgewirbelt. Diese erinnern optisch an Federn und sind wiederum der Grund, weshalb unsere deutschen Nachbarn das Getränk als “Federweißen” bzw. “Federroten” bezeichnen.

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Welche Sorten von Sturm gibt es?

Sturm gibt es in allen Weinfarben - weiß, rosé und rot. Die Färbung ist von der Rebsorte und Dauer der Maischestandzeit abhängig, die zu Most verarbeitet wurden. In der Regel kommen dabei frühreife Sorten wie etwa Frühroter Veltliner, Bouvier und Müller-Thurgau zum Einsatz. Was sie alle gemeinsam haben, ist ihre Fruchtigkeit und ihr milder und milder Geschmack. Weißer Sturm schmeckt besonders süß, während die rote Variante wegen des Gerbstoffgehalts, der während der Gärung aus den Trauben gelöst wird, herber ist.

 

In manchen Teilen Österreichs gibt es beliebte, regionale Sturm-Spezialitäten. So etwa der typisch steirische Schilchersturm, welcher aus der Rebsorte Blauer Wildbacher hergestellt wird. Er fällt durch seine leuchtend rote Farbe auf und schmeckt besonders fruchtig-frisch. Aus dem Osten des Landes, dem Burgenland, stammt der sogenannte Uhudlersturm. Er wird aus Direktträger-Sorten gewonnen, darf nur in wenigen Gemeinden hergestellt werden, und besticht neben seiner pinken Farbe vor allem durch seinen stark an Walderdbeeren erinnernden Duft und Geschmack.

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Wie lagert und trinkt man Sturm?

Da der prickelnde, junge Wein auch nach seiner Abfüllung weiter gärt, gibt es dabei ein paar Details zu beachten. So sollte er gut gekühlt und innerhalb weniger Tage verbraucht werden, bevor der Fruchtzucker vollständig vergoren ist. Natürlich ist der Sturm auch danach noch genießbar, hat allerdings sein typisches Prickeln und den süßen Geschmack verloren sowie einen weit stärkeren Alkoholgehalt entwickelt.

  

  

Die weiter fortschreitende Gärung ist auch der Grund, weshalb Sturmflaschen nicht luftdicht verschlossen werden sollen – durch die darin entstehenden Gärgase würden sie sonst explodieren. Deshalb sind auch im Handel erhältliche Flaschen mit abgefülltem Sturm nicht dicht. Es gilt: Unbedingt aufrecht transportieren und lagern!

 

Beim Genuss von Sturm gibt es ganz eigene Bräuche. Bei diesen macht es übrigens keinen Unterschied, ob er pur oder gespritzt genossen wird. So soll das Glas traditionell in der linken Hand gehalten und auf gar keinen Fall mit ihm angestoßen werden. Auch das typische “Prost” ist, wenn es um Sturm geht, nicht gebräuchlich – man wünscht einander stattdessen “Mahlzeit” oder “Krixikraxi”. Diese Regeln gelten allerdings nur bis zum 11. November, denn an diesem Tag werden die jungen Weine des aktuellen Jahrgangs in Flaschen gezogen und getauft. Danach dürfen sie behandelt werden, wie andere Weine auch – inklusive rechtshändigen Anstoßens und Prostens.

 

Nachdem das Henkelglas für den Genuss von Sturm in Österreich typisch ist, macht es aber durchaus Sinn, auch einmal ein anderes auszuprobieren. Ein Weißweinglas erlaubt es ihm zum Beispiel, seine vielfältigen Nuancen perfekt zu entfalten.

  

Wie lange kann man Sturm kaufen?

Der Zeitraum, in welchem Sturm verkauft werden darf, ist im österreichischen Weingesetz geregelt. Dieses besagt konkret, dass es ihn zwischen dem 1. August und dem 31. Dezember des jeweiligen Erntejahres im Handel geben darf.

 

Hinweis Bei INTERSPAR ist Sturm zwischen August und Dezember in den Hypermärkten erhältlich. Der Verkauf im Onlineshop der INTERSPAR weinwelt ist wegen der besonderen Lagerungs- und Transportbedürfnisse des Getränks leider nicht möglich. Danke für Ihr Verständnis!

 

Wenn Sie sich jetzt auf den Herbst freuen, um endlich wieder Sturm trinken zu können, seien Sie beruhigt: Uns geht es ganz genauso. Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken Ihres prickelnden Lieblings-Getränkes!

 

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