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Schaumwein

Der Wein der Könige

(Salzburg, 09.09.2021) Schaumwein ist der beste Begleiter für festliche Anlässe, große Feiern, romantische Abende und die ganz besonderen Momente im Leben. Wie aber wurden Sekt, Prosecco, Franciacorta, Cava und natürlich Champagner zu Symbolen für ein festliches Getränk, zum Inbegriff für Feierlaune und Lebenslust? Wir folgen dem Mythos zurück zu seinem Ursprung und ergründen das weltweite Ansehen des Schaumweins.

 

Schäumende und perlende Weine sind wohl schon seit langer Zeit bekannt. Das Phänomen von Perlweinen wird im Mittelalter in manchen Schriften erwähnt, aufgeschäumt hat es in so manchem Winzerkeller wohl auch schon früher. Die einsetzende zweite Gärung ist zu dieser Zeit Zufall, nicht unbedingt erwünscht und schon gar nicht angestrebt. Im 17. Jahrhundert schlug dann die Geburtsstunde der Schaumweine. Es gelang den Weinproduzenten eines im Norden Frankreichs gelegenen Anbaugebiets, die bisher eher zufällig zum Schäumen gebrachten Weine kontrolliert herzustellen. Die ersten Erfolge der Winzer aus der Champagne beflügelten die Schaumweinproduktion. Immer mehr Weingüter ließen einen Teil ihrer Weine in Flaschen ein zweites Mal gären.

Innovation und Erfindergeist

In der Anfangszeit unterlag die Produktion allerdings noch starken Schwankungen, viele Flaschen hielten dem Druck nicht stand und explodierten förmlich. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts bedurfte es der Innovations- und Experimentierfreudigkeit zahlreicher Erzeuger in der Champagne, um die Schaumweinproduktion zu perfektionieren. Das Flaschengärverfahren wurde laufend optimiert, es wurden Glasflaschen entwickelt, die dem Druck standhielten, und Korken statt Holzpfropfen als Verschluss eingesetzt, um Druckverlust zu vermeiden. Anfangs wurde der Korken mittels Leinenschnur an der Flasche angebunden, später entwickelte man das heute bekannte Drahtgestell – die Agraffe – zur Sicherung des Korkens. Bis zur Entfernung des Hefesatzes (Degorgieren) sollte es wieder ein paar Jahrzehnte dauern. Dank all dieser Anstrengungen hatten die Champagnerwinzer zum Ausgang des 18. Jahrhunderts ein einzigartiges Produkt auf dem Markt, das von nun an die Welt erobern sollte.

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"Wein der Könige"

Aufgrund der aufwendigen und damit teuren Produktion war der Champagnergenuss anfangs nur den Adelshäusern in England und Frankreich vorbehalten. Diese anfänglich starke gedankliche Verbindung des Schaumweins mit den gekrönten Häuptern Europas verlieh dem Champagner seinen Ruf als „Wein der Könige“. So verbreitete sich der Champagner schnell in Adelskreisen und im gehobenen Bürgertum. Im 19. Jahrhundert setzte man dann auf Expansion. Die Champagnerhäuser belieferten über oft abenteuerliche Handelswege die edlen Abnehmer in ganz Europa, in Russland und in den noch jungen Vereinigten Staaten von Amerika.

Schaumweine der Welt

Der Ursprung und lange Zeit auch das technische Monopol der Schaumweinproduktion lagen in der Champagne. Mit dem großen Erfolg des Perlweins gelangte das Geheimnis seiner Herstellung dann auch in andere Weinbaugebiete Frankreichs, nach Deutschland, Spanien und Italien. 1826 gründete Georg Christian von Kessler, der zuvor bei Veuve Clicquot gearbeitet hatte, die erste Sektkellerei Deutschlands. 1872 produzierte Josep Raventós i Fatjó auf seinem Weingut Can Codorníu nahe Penedès erstmals einen Cava nach der Champagnermethode. Die moderne Geschichte des Franciacorta, der ebenfalls auf die traditionelle Weise hergestellt wird, beginnt mit Guido Berlucchi erst etwas später, im Jahr 1961.

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Der 22. Oktober ist der Tag des österreichischen Sekts.

An diesem Tag kann man die ganze Vielfalt und Bandbreite unserer heimischen Sektproduktion erleben. Die österreichischen Sekthersteller laden dann in ihre Kellereien ein, wo Besuchern ein außergewöhnliches Programm geboten wird.

Das Geheimnis des Erfolges

Neben dem luxuriösen, edlen und aristokratischen Image, das sich Schaumwein im Nu aufbauen konnte, ist es vor allem sein extravagantes Auftreten, das bis heute begeistert: Der Korken steckt nur zur Hälfte in der Flasche, als ob er es nicht erwarten könnte, herauszuschießen. Das leichte Kribbeln, wenn der Draht entfernt wird und es jeden Moment losgehen kann. Das Knallen des Korkens, bevor er spektakulär durch die Luft fliegt. Das kaum kontrollierbare Aufschäumen des Weines. Die tanzenden Perlen in einem edlen Glas und das Prickeln im Mund bei jedem Schluck. Schaumwein zu genießen ist ein Erlebnis, das kein anderes Getränk zu bieten vermag. Genau diese Emotionen und diesen Trinkgenuss suchen wir, wenn wir österreichischen Winzersekt, Prosecco und Franciacorta, Cava aus Spanien oder Champagner trinken. Mit den Korken wird geknallt, um große Anlässe zu feiern und um besondere Momente zu zelebrieren.

Tag des Sektes

Die ganze Vielfalt und Bandbreite unserer heimischen Sektproduktion kann man am 22. Oktober, dem Tag des Sektes, erleben. Die österreichischen Sekthersteller laden dann in ihre Kellereien ein, wo Besuchern ein außergewöhnliches Programm geboten wird. Man bekommt Einblick in die Herstellungsverfahren der Schaumweine und wird durch die Weingärten und Keller geführt. Das Highlight ist dann natürlich die Verkostung, bei der man die Sektspezialitäten des Landes kennenlernen kann. Der Tag des Sektes ist ein Pflichttermin für Schaumweinliebhaber und die perfekte Gelegenheit, alle Facetten des österreichischen Sektes zu genießen.

 

Von Michael Hrobath (Weinexperte und freier Autor)

 

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