Was ist eine Margarita?
Tequila, Limette und ein Kuss aus Salz
Die Margarita ist mehr als nur ein Cocktail – sie verkörpert Sommer, Sonne und pure Lebensfreude im Glas. Mit ihrer frischen Mischung aus Tequila, Orangenlikör und Limettensaft ist sie von tropischen Stränden und den Cocktailbars der Welt nicht mehr wegzudenken. Woher sie stammt und wie man sie zu Hause originalgetreu zubereitet, verraten wir Ihnen hier.
Die Geschichte der Margarita
Die Herkunft der Margarita ist, wie bei echten Cocktail-Klassikern gerne der Fall, ein kleines Mysterium. Die Geschichten reichen von Danny Negretes Hochzeitsgeschenk für seine zukünftige Schwägerin im Jahr 1936 über Cocktails für die Revuegirls Marjorie King und Margarita de la Rosa bis hin zu Margaret Sames' legendären Partys in Acapulco ein Jahrzehnt später – romantische Legenden, die man gerne glauben möchte.
Doch am überzeugendsten bringt es Cocktail-Historiker David Wonderich auf den Punkt. Er vermutet den Ursprung der Margarita im frühen 19. Jahrhundert: Damals waren sogenannte Daisy-Cocktails beliebt – eine aromatische Mischung aus einer Grundspirituose, Curacao und Zitrusfrüchten. Die Margarita ist, laut Wonderichs Annahme, schlicht eine Tequila-Daisy. Das dürfte nicht allzu weit hergeholt sein: Denn Margarita und Daisy bedeuten dasselbe – nämlich Gänseblümchen.
Auch wenn ihre wahre Herkunft für immer im Nebel der Cocktailgeschichte verborgen bleiben mag, hat die Margarita längst ihren festen Platz in der Popkultur erobert. Unzählige Songs besingen sie, noch mehr erwähnen sie beiläufig – doch keiner hat sie so unsterblich gemacht wie Jimmy Buffetts "Margaritaville". Diese entspannte Hymne an den Eskapismus und die Lebensfreude verkörpert die Kunst, das Leben trotz aller Fehltritte mit einem Augenzwinkern zu genießen. Genau wie die Margarita selbst spiegelt der Song diese spritzige, unbeschwerte Haltung wider, die sagt: Manchmal braucht man einfach einen Moment am Strand, einen Drink in der Hand und die Gewissheit, dass morgen ein neuer Tag ist.
Das Herzstück der Margarita: Der Orangenlikör
“A Margarita without Cointreau is not worth its salt.“ Dieses berühmte Zitat von Margaret Sames bringt es auf den Punkt: Der Orangenlikör ist das Herzstück der Margarita und sorgt für die perfekte Balance zwischen Süße, Bitterkeit und Frische. Dabei gibt es feine Unterschiede: Während Cointreau trocken und intensiv schmeckt, ist die geläufige Alternative – Triple Sec – eine etwas leichtere, erfrischende Option.
Die Wahl des Orangenlikörs beeinflusst maßgeblich, wie Tequila und Limette harmonisch zusammenfinden und bestimmt den Charakter des Cocktails. Letztlich ist die Entscheidung für den richtigen Orangenlikör aber – wie so oft – einfach Geschmackssache.
In welchem Glas wird die Margarita serviert?
Ist der Drink fertig gemixt, stellt sich noch die Frage nach dem passenden Glas. Das ikonische Margaritaglas mit seiner bauchigen Form und dem breiten Rand bringt den Salzrand perfekt zur Geltung und lässt das Aroma der Margarita besonders intensiv aufblühen. Der Stiel sorgt außerdem dafür, dass warme Hände den eiskalten Drink nicht erwärmen. Wer seine Margarita lieber "on the rocks" genießt, greift zum robusten Old Fashioned Glas, während die eisfreie "straight up"-Variante in einer schlanken Coupette besonders edel zur Geltung kommt.
Was macht den charakteristischen Salzrand so besonders?
Sobald das perfekte Glas gewählt ist, kommt der ikonische Salzrand ins Spiel. Dieser hat eine Geschichte, die so vielseitig ist wie der Cocktail selbst. Um die Entstehung des Salzrands ranken sich zwei Theorien: Zum einen soll er ursprünglich einem praktischen Zweck gedient haben, nämlich den dominanten Geschmack des starken Tequilas etwas abzumildern. Zum anderen verstärkt er die Aromen und balanciert die Säure des Limettensafts harmonisch aus. Die Technik ist so simpel wie effektiv: Der Glasrand wird mit Limettensaft befeuchtet und anschließend behutsam in flockiges Salz oder Meersalz getaucht. Wer experimentierfreudig ist, kann der Margarita mit Chili-Salz etwas Pep verleihen oder mit farbigem Salz kleine Kunstwerke schaffen. Schlussendlich steckt man noch eine Limettenscheibe an den frisch gesalzenen Rand und voilà – fertig ist die klassische Margarita. Doch damit sind die Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft.