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Von fruchtig bis würzig: Weinaromen im Portrait

Wussten Sie, dass unsere Zunge und unser Geruchssinn im Zusammenspiel mehr als zehntausend Aromen und Nuancen wahrnehmen können? Kein Wunder also, dass Genuss beim Essen und Trinken für viele von uns einen hohen Stellenwert einnimmt – und auch eine gewisse Faszination ausübt. Das beste Beispiel dafür ist das Verkosten von Wein und Spirituosen. Hier steht nicht der Konsum von Alkohol, sondern das Erkunden und Entdecken verschiedenster Geruchs- und Geschmacksnuancen im Mittelpunkt. Welche das im Wein sein können und wie sie entstehen, erfahren Sie hier!

Welche Weinaromen gibt es?

Die Welt der Aromen im Wein ist äußerst komplex. Das zeigt schon alleine ein Blick auf das von Kenner:innen gern zu Rate gezogene Aromarad. Es wurde 1985 von der US-amerikanischen Chemikerin Ann C. Noble entwickelt und bildet sage und schreibe 94 Aromen ab, die in Wein vorkommen können. Dort findet sich alles von Beeren über tropische Früchte, weiße Blüten und frische Kräuter bis hin zu Speziellem wie Trüffel und Leder. Um in dieser Vielfalt nicht den Überblick zu verlieren, wurden Weinaromen zusätzlich in sogenannte Primär-, Sekundär- und Tertiäraromen unterteilt – dazu gleich mehr.

 

Grundsätzlich lassen sich Aromen im Wein in folgende Gruppen einteilen:

  • Fruchtige Aromen
    Zu diesen gehören Geschmäcker und Gerüche, die etwa an Zitrusfrüchte, Steinobst oder Beeren erinnern. Sie kommen sowohl in Weiß-, Rot- als auch Roséweinen vor.
  • Würzige Aromen
    Würzige, an Kräuter erinnernde Nuancen sind meist der Rebsorte zu verdanken. Dies umfasst kräftige Noten wie Rosmarin und Nelke genauso wie süßliche Aromen, die an Zimt und Vanille erinnern.
  • Erdige Aromen
    Erdige oder mineralische Aromen entstehen, wenn die Wurzeln der Weinstöcke tief in die Erde reichen und so für das Terroir charakteristische Nährstoffe aufnehmen. Die dadurch entstehenden Aromen können etwa an Humus oder verschiedenstes mineralisches Gestein erinnern.
  • Pflanzliche Aromen
    Aromen von Kräutern und Gewächsen aller Art kommen recht häufig in Weinen vor. Beispiele dafür können Fenchel, Thymian, Minze, Heu, Tabak oder diverse Nussaromen sein.
  • Biologische Aromen
    Unter den Begriff der biologischen Aromen fallen Nuancen, die durch Einflüsse von Hefen und Pilzen entstehen. Dazu gehören etwa an Brot, Butter oder Leder erinnernde Aromen.
  • Chemische Aromen
    Klingt eigenartig, aber: Kommt der Wein während der Herstellung mit besonders viel Sauerstoff in Kontakt, können Aromen entstehen, die an Jod, Klebstoff, Gummi und mehr erinnern. Sind diese nur dezent ausgeprägt, können sie den Tropfen durchaus veredeln. Dominieren sie allerdings über die anderen Aromen, werden sie als Weinfehler bezeichnet.
  • Wärmegeprägte Aromen
    Sogenannte wärmegeprägte Aromen sind meist der Reifung des Weins im Holzfass zu verdanken. So entstehen Nuancen, die Kaffee, Rauch, Teer oder auch Süßem wie Schokolade und Karamell ähneln.

Was sind Primär-, Sekundär- und Tertiäraromen?

Wenn Sie sich mit der Verkostung von Weinen befassen, sind Sie bestimmt schon auf diese Begriffe gestoßen. Ihre Bedeutungen sind weit nicht so komplex, wie es auf den ersten Blick wirken mag:

 

Primäraromen

Als Primäraromen werden jene bezeichnet, die direkt von der Traube stammen. Denn jede Rebsorte zeichnet sich durch einen sortentypischen Geschmack aus, den Kenner:innen recht rasch zuordnen können. Dazu gehören beispielsweise der Muskatton von Muskateller-Sorten oder der charakteristische Stachelbeer-Duft der Sauvignon Blanc. Daneben zählen aber auch Einflüsse durch Boden und Klima zu den Primäraromen – beides kann sich beträchtlich auf Geschmack und Duft eines Weines auswirken.

 

Sekundäraromen

Als Sekundäraromen werden jene bezeichnet, die im Zuge der Gärung und des Ausbaus des Weins entstehen. Die sind also abhängig von den zahlreichen Entscheidungen, die Winzer:innen bei der Bereitung ihrer edlen Tropfen treffen. Dazu gehören:

  • Temperatur während der Gärung
  • Art der zur Gärung eingesetzten Hefen
  • Material des Fasses, in dem vergoren wird

 

Tertiäraromen

Zu guter Letzt nimmt auch die Reifung in Fass und Flasche Einfluss auf die Aromen des Weins – hier entstehen die sogenannten Tertiäraromen. Sie sind abhängig von der Sauerstoffmenge, die im Behältnis zur Verfügung steht und davon, wie lange der Wein reift. Je länger die Reifedauer, desto tiefer und intensiver die Aromatik.

 

Interessant: Tertiäraromen werden heutzutage rar. Das liegt daran, dass inzwischen die meisten Weine jung getrunken werden. Nur etwa 10% aller Tropfen werden vor dem Verkauf drei bis zehn Jahre lang gelagert, weniger als ein Prozent reift mehr als zehn Jahre. Das wirkt sich auch darauf aus, wie Weine produziert werden, denn: Manche Sorten sind gar nicht mehr für eine Fass- oder Flaschenreifung geeignet. Im Gegenteil verlieren einige “moderne” Sorten bei langer Lagerung sogar an Geschmack.

Entdecken Sie die Vielfalt der Weinaromen

Sie sehen: Die Welt der Weinaromen ist vielschichtig und komplex. Kein Wunder also, dass die Tätigkeit des Sommeliers gelernt sein will. Aber auch, wer sich aus Spaß an der Freude mit der Weinverkostung befasst, kann immer neue, aufregende Nuancen entdecken. Jetzt wissen Sie ja, worauf es zu achten gilt! Noch mehr Wissenswertes erfahren Sie in unserer Wein- und Spirituosenkunde. Und im Onlineshop der INTERSPAR weinwelt wartet eine große Auswahl an Weißweinen, Rotweinen und Roséweinen aus aller Welt darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Wir wünschen viel Vergnügen beim Verkosten und Genießen!

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