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Brunello - Eleganz aus der Toskana

Brunello zählt gerade zu dem Spannendsten, was Italien zu bieten hat


Wer sich von Siena aus auf den Weg in das etwas südlich gelegene, kleine Städtchen Montalcino macht, kommt damit auch in die ehrwürdige Heimat des Brunello. Es sind die sanften Hügel rund um den pittoresken Ort, die für eine vielfältige Topographie und somit für unterschiedliche Kleinklimata sorgen. Das verleiht den Weinen ihre Individualität und Eleganz.

Brunello di Montalcino ist das trockenste und wärmste Weinbaugebiet der Toskana. Wie überall in Mittelitalien ist auch hier die rote Rebsorte Sangiovese allgegenwärtig. In dem begünstigten Klima kann Sangiovese besonders gut ausreifen und so das liebenswürdig-kratzbürstige Tanninkleid etwas abstreifen. Mit dem hervorragenden Jahrgang 2012, der erst kürzlich nach den vorgeschriebenen fünf Jahren Reifezeit auf den Markt kam, wird klar: Brunello zählt gerade zu dem Spannendsten, was Italien zu bieten hat.

Brunello ist nicht gleich Brunello


Die eingangs erwähnten Terroir-Unterschiede sorgen dafür, dass jedes Weingut seinen eigenen Hausstil pflegt. In der Region selbst ist das Abfüllen nach Lagen und Terroir-Unterschieden noch nicht sehr verbreitet. Das altehrwürdige Weingut Caparzo, im kühleren nordöstlichen Teil der Region gelegen, bildet da eine Ausnahme. Der „La Casa“ war im Jahre 1977 der erste lagenrein ausgebaute Brunello auf dem Markt und setzt seither Maßstäbe. Die fünf Hektar große Lage ist nach dem alten Bauernhaus „La Casa“ benannt, das sich inmitten des Weinberges befindet und heute als gemütliches Gästehaus angemietet werden kann. Auf fast 300 Metern Seehöhe und nach Süden ausgerichtet, fangen die Reben jeden Sonnenstrahl ein. Hinzu kommt der magere Boden, der aus verwittertem Schiefer – dem sogenannten „galestro“ – besteht und in der Toskana besonders geschätzt wird. Er gibt den Spitzenweinen der Region diese geschliffene, mineralische Würze mit. So steht der „La Casa“ mit seiner Feinheit für einen fast burgundischen Brunello-Stil.

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Castello Banfi

Das berühmte Weingut wurde von zwei Amerikanern mit italienischen Wurzeln gegründet und hat seinen Sitz in einem imposanten, mittelalterlichen Kastell. Die erste offizielle Erwähnung des Schlosses stammt aus dem Jahre 1318, sein Ursprung ist jedoch weitaus früheren Datums. Wer in der Region ist, sollte sich einen Besuch des Anwesens samt Restaurant und Vinothek nicht entgehen lassen. Mit rund 850 Hektar Weinbergen in Chianti, Bolgheri und Montalcino gilt Banfi als größtes Weingut der Toskana. Seit der Gründung im Jahre 1978 hat man sich hier für Innovationen starkgemacht.

Die Region und auch der Brunello haben zweifellos John und Harry Mariani viel zu verdanken. So wurde hier in Zusammenarbeit mit der Universität Mailand ein großes Projekt zur Erforschung des Sangiovese umgesetzt. Über 650 Spielarten der roten Rebsorte hat man Anfang der 1980er-Jahre aus allen Teilen der Toskana zusammengetragen und rund um das Castello gepflanzt. Über 15 Jahre hinweg hat man diese Klone beobachtet und Entwicklungen dokumentiert, um dann die besten 15 zu selektieren. Heute gilt Banfi als der Spezialist, um aus den verschiedenen Klonen die beste Wahl für jeden Standort zu treffen. Banfi ist für einen zeitgemäßen Weinstil bekannt, mit dem man den weltweiten Markt für Brunello vorbereitet hat. Spitzenwein des Hauses Banfi ist der Lagen-Brunello „Poggio alle Mura“, ein tiefdunkler Rotwein, der mit seinen reifen Aromen von dunklen Kirschen, Tabak, Toast und Vanille betört und mit seiner saftig-vollmundigen Textur begeistert. Wer nach einem leichteren Wein sucht, sollte den Rosso di Montalcino von Banfi kosten. Während Brunello erst nach insgesamt fünf Jahren Reife auf den Markt kommen darf, kann ein Rosso di Montalcino schon ein Jahr nach der Ernte in den Regalen gefunden werden. Für diese Weine werden oft jüngere Reben verwendet. Das Ergebnis sind charmante Weine mit Charakter, die mit einem günstigen Preis-Genuss-Verhältnis auch alltagstauglich sind. Der Rosso di Montalcino von Banfi ist jedenfalls so ein kirschfruchtiger, mittelkräftiger Alltagsheld.

La Cantina di Montalcino


Mit knapp 100 Mitgliedern und rund 160 Hektar Rebfläche zählt die Kooperative Cantina di Montalcino zu den kleinen aber feinen Winzergemeinschaften des Landes. Nicht nur mit dem Bau eines architektonisch reizvollen Kellergebäudes setzt die einzige Genossenschaft der Region hier Maßstäbe. Ein ausgeklügeltes Qualitätsmanagement und eine Betriebsphilosophie, die eine gute Mischung zwischen Tradition und Moderne darstellt, begründen den Erfolg des Betriebes. So wird der Brunello nach der temperaturgeregelten Vergärung für zwei Jahre in den traditionellen, großen Fässern aus slowenischer Eiche ausgebaut. Die Fruchtaromen werden damit nicht mit Holzaromen belastet, und der langsame Zutritt von Sauerstoff während des Ausbaus zähmt das Tanningerüst. So entstehen samtige Rotweine, die auch mit einem komplex verwobenen Bouquet überzeugen. Wer diese Weine verkostet, wird schnell feststellen, dass Brunello nicht umsonst einer der großen Klassiker Italiens ist. Es ist eine facettenreiche Weinregion, die für Genießer viele Entdeckungen bereithält.

 Von Romana Echensperger (Master of Wine und schreibt und berät in Sachen Wein)

 

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