Grüner Veltliner: Österreichs Wein-Klassiker
Kaum eine andere Rebsorte prägt den österreichischen Weinbau so sehr wie der Grüne Veltliner. Er ist nicht nur die meist angebaute Weißweinsorte des Landes, sondern auch ein Botschafter österreichischer Weinkultur, sowohl im Inland als auch international. Ob jung und frisch oder gereift und komplex: Der Grüne Veltliner hat viele Gesichter, die es zu entdecken gilt.
Herkunft und Geschichte
Der Grüne Veltliner (GV) ist eine autochthone österreichische Rebsorte mit einer spannenden Familiengeschichte. DNA-Analysen haben gezeigt, dass Grüner Veltliner eine natürliche Kreuzung aus Traminer (Savagnin) und einer bisher unbekannten, alten Rebsorte aus St. Georgen im Burgenland ist. Diese bislang ohne historischen Namen gefundene Rebe wird heute als „St. Georgener Rebe“ bezeichnet. Schon im 18. Jahrhundert taucht der GV in Aufzeichnungen auf, damals noch oft unter dem Namen „Weißgipfler“.
Heute nimmt der Grüne Veltliner rund ein Drittel der gesamten österreichischen Rebfläche ein. Sein Herz schlägt in Niederösterreich – von der Wachau bis ins Weinviertel. Jede Region prägt den Grünen Veltliner auf ihre Weise, was sich an Böden, Klima und Terroir deutlich zeigt.