Sie zählen beide zur Königsklasse der Schaumweine – und doch unterscheiden sich Crémant und Champagner in mehreren wesentlichen Punkten:
Herkunft und Herkunftsbezeichnung:
Champagner darf ausschließlich in der französischen Region Champagne hergestellt werden und trägt die geschützte Ursprungsbezeichnung AOC „Champagne“. Crémant hingegen stammt aus anderen französischen Weinregionen, etwa dem Elsass, der Loire oder dem Burgund, und ist ebenfalls durch Herkunftsbezeichnungen wie „Crémant d’Alsace“ oder „Crémant de Bourgogne“ geschützt.
Rebsorten:
Auch bei den verwendeten Rebsorten gibt es klare Unterschiede. Champagner basiert meist auf Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier, während Crémant je nach Region mit anderen Sorten vinifiziert wird – etwa Pinot Blanc, Riesling, Chenin Blanc oder Mauzac.
Herstellung & Reifung:
Beide Schaumweine werden nach der oben beschriebenen Méthode Traditionelle, der klassischen Flaschengärung, hergestellt. Die Mindestdauer der Hefelagerung ist jedoch unterschiedlich:
- Champagner: mind. 15 Monate, bei Jahrgangschampagner sogar 36 Monate
- Crémant: mind. 9 bis 12 Monate, abhängig von der Region
Auch der Flaschendruck ist verschieden – bei Champagner beträgt er etwa 6 bar, bei Crémant nur 3,5 – 4 bar, was ihm eine sanftere, cremige Mousseux verleiht.
Stil & Aromatik:
Champagner gilt als komplex, reif und vielschichtig, mit Noten von Brioche, Hefe und Nuss. Crémant dagegen ist in der Regel frischer, fruchtiger und leichter zugänglich, wobei die Stilistik je nach Herkunft variiert.
Preis:
Nicht zuletzt unterscheiden sich beide in der Preisgestaltung – Champagner ist meist hochpreisig, während Crémant auch im gehobenen Segment oft deutlich günstiger ist, trotz vergleichbar hohem handwerklichem Niveau.