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Zwei Gläser mit gelbem Likör, eine Flasche und frische Zitronen auf einem Tisch vor einem leuchtend blauen Hintergrund und grünem Laub.

Was ist Likör?

Feine Aromen, großer Geschmack

Nach dem Essen noch ein Likör – besonders an Feiertagen ein Genuss, der ein gutes Mittag- oder Abendessen so richtig schön abrundet. Aber was sind Liköre überhaupt und wo liegt der Unterschied der cremig-süßen Spirituosen zu handelsüblichen Schnäpsen? Wir haben nachgeforscht.

Was ist der Unterschied zwischen Likör und Schnaps?

Der größte Unterschied zwischen Likör und Schnaps liegt in der Herstellung. Schnaps entsteht durch Destillation: Gegärte Trauben werden erhitzt, bis die Flüssigkeit verdampft. Der Dampf wird im Anschluss aufgefangen und abgekühlt, bis er wieder verflüssigt – fertig ist der frisch gebrannte Schnaps.

Likör entsteht durch Ansetzen: Hochprozentiger Alkohol wird mit Zucker, Wasser und einem Aromastoff wie Kräuter, Früchten oder Sahne gemischt. Diese einzigartige Mischung macht Liköre besonders süß und fruchtig, man schmeckt den Alkohol nicht so stark heraus. Dennoch sollte man sie nicht unterschätzen, denn ihr Alkoholgehalt liegt laut EU-Norm bei mindestens 15 %, genau wie bei einem schweren Rotwein – tendenziell aber höher.

 

Die wichtigsten Unterschiede gibt es hier nochmal auf einen Blick:

Schnaps

Likör

Herstellung durch Destillation

Herstellung durch Ansetzung

Alkoholgehalt mindestens 40 %

Alkoholgehalt zwischen 10-40%

Zuckerfrei

Mindestens 100 g Zucker pro Liter

Klar und flüssig

Flüssig bis cremig

Welche Arten von Likören gibt es?

Die Auswahl an Likör-Sorten ist groß, durch zahlreiche Geschmacksrichtungen und Aromen ist für alle etwas dabei – von fruchtig-süß bis cremig-samtig. Lernen Sie die beliebtesten Likörsorten näher kennen:

  • Eierlikör

  • Fruchtlikör

  • Cremelikör

  • Nusslikör

  • Kräuterlikör

Zwei Gläser Eierlikör mit Wachteleiern, Baisers und einer pastellorangefarbenen Serviette auf einem weißen Tisch.

Eierlikör: Cremiger Klassiker

Der Klassiker zu Weihnachten, Ostern und vielen anderen Feiertagen: Eierlikör wird aus Eidotter, Obers, Zucker und einem klaren Schnaps hergestellt. Wer es gern kräftiger mag, nimmt weißen Rum oder Vodka, aber auch handelsüblicher Inländer-Rum passt gut. Das Ergebnis ist ein süßer, herrlich cremiger Genuss, der nicht nur im Spirituosen-Glas, sondern auch als Mehlspeise schmeckt. Denn mit einem Schluck Eierlikör werden Muffins und Kuchen besonders saftig.

Zwei Gläser mit gelbem Likör, eine Flasche und frische Zitronen auf einem Tisch vor einem leuchtend blauen Hintergrund und grünem Laub.

Fruchtlikör: Obst mit Schuss

Für Fruchtlikör wird frisches Obst kleingeschnitten und im Anschluss für mehrere Wochen mit hochprozentigem Alkohol angesetzt. Als Faustregel gilt: Auf 500 g Obst kommen 250 g Zucker und 75 ml Alkohol. Während der Reifezeit löst sich das Aroma der Früchte aus dem Obst und geht in den Alkohol über. Die Farbe kommt dabei übrigens meistens gleich mit – deswegen sind Obstliköre bunter als ihre cremigen oder klaren Verwandten.

Ein besonders beliebter Vertreter dieser Kategorie ist der italienische Limoncello. Seine fruchtig-herbe Note erhält er durch Zitronenschalen, die mehrere Wochen lang in Vodka eingelegt werden. Der Geschmack bringt Sonne ins Glas, ganz unabhängig vom Wetter draußen. Italo-Vibes zum Trinken!

Tipp: Du fragst dich, aus welchem Glas du deinen Likör trinken solltest? In unserer Spirits-Gläserkunde findest du alle Infos zu Likör-, Schnaps- und vielen weiteren Glasarten!

Ein Glas Cremelikör mit Vanilleeis und Karamellsauce auf einem dunklen Holztablett, im Hintergrund ein Löffel.

Cremelikör: Feiner Genuss für kühle Tage

Sahnig-süß und herrlich samtig: Cremeliköre sind perfekt für die kalte Jahreszeit! Sie werden wie Eierlikör mit Milch oder Schlagobers verfeinert und sind daher besonders angenehm zu trinken. Die bekanntesten Vertreter dieser Art:

  • Baileys, eine klassische Mischung aus Irish Whiskey und Sahne

  • Kahlua, ein mexikanischer Kaffeelikör

  • Schokoladenlikör, perfekt für Naschkatzen

Beschlagene Gläser mit dunklem Alkohol auf einer Schieferplatte, umgeben von Eiswürfeln, Orangenscheiben, Zimtstangen und Rosmarinzweigen.

Kräuterlikör: Die Natur mischt mit

Bei Kräuterlikören kommt die Natur in die Flasche, und das ist durchaus wörtlich zu nehmen: Denn hier werden Kräuter, Blüten, Gräser mit hochprozentigem Alkohol wie Schnaps oder Weingeist gemischt. Dabei entsteht oft eine intensive, leicht bittere Note. Diese hat dem Kräuterlikör seinen Spitznamen als “Magenbitter” oder “Kräuterbitter” eingebracht, der nach deftigen Mahlzeiten die Verdauung ankurbeln soll.

Die bekanntesten Kräuterliköre sind:

  • Jägermeister, der Partyhit aus den 2000ern

  • Ramazzotti, der italienische Klassiker mit 33 Kräutern

  • Berliner Luft, der kultige Pfefferminzschnaps aus Berlin