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So ziehen Sie starke, vitale Pflanzen
Wasser, Sonne, Dünger - nicht zu viel und nicht zu wenig
Richtiges Gießen und Düngen will gelernt sein. Schließlich ist genau dies entscheidend für gesundes, kräftiges Pflanzenwachstum.
Jede Pflanzenart hat unterschiedliche Bedürfnisse an Wasser und Nährstoffe. Wer Staunässe vermeidet und gezielt düngt, fördert Wachstum und Blütenbildung.
Entdecken Sie Tipps von Biogärtner Karl Ploberger für dauerhaftes Grün und starke Wurzeln.
Tipps für die richtige Menge Wasser und Dünger
„Das beste Wasser zum Gießen ist das Regenwasser. Dank der viel reineren Luft ist es praktisch schadstofffrei und ohne Kalk.”
Karl Ploberger, Biogärtner aus Leidenschaft
Richtiges Gießen leicht gemacht
Eine der größten Hürden für Garten-Anfänger ist wohl die Angst davor, zu viel oder zu wenig zu gießen. In der Regel ist dies aber gar nicht so kompliziert. Es reicht, wenn die Erde ständig ein wenig feucht, aber nicht nass ist. Dafür tastet man am besten einfach mit nackter Hand die Erde ab. Mit der Zeit erhalten Sie auch ein Gefühl für die richtige Wassermenge.
Übrigens ist es ein Mythos, dass Pflanzen im Winter kein Wasser benötigen. Im Garten erhalten sie meist genügend über Schnee und Regen, bei Kübelpflanzen muss aber weiterhin nachgeholfen werden!
„Richtig gießen heißt nicht täglich ein wenig, sondern auch alle 3-4 Tage intensiv – das gilt für alle Beete im Garten. Töpfe muss man bei Hitze aber täglich mit Wasser versorgen.”
Karl Ploberger, Biogärtner aus Leidenschaft
5 Tipps zum richtigen Gießen im Garten
„Automatische Bewässerung garantiert eine gleichmäßige Wasserversorgung von Pflanzen in Töpfen und Kisterln. Das garantiert kräftiges und gesundes Wachstum.”
Karl Ploberger, Biogärtner aus Leidenschaft
Unser Garten-Tipp
Oftmals verlieren Pflanzen ihr Blattgrün nicht, weil sie zu wenig gegossen werden, sondern aus mangelnden Nährstoffen. Insbesondere Anfänger ertränken aufgrund dieser falschen Interpretation häufig versehentlich ihre Pflanzen.
„Organische Dünger sind Langzeitdünger. Sie bauen Bodenleben auf und versorgen die Pflanzen über Monate mit Nährstoffen.”
Karl Ploberger, Biogärtner aus Leidenschaft
Dünger – wie und wann man ihn einsetzt
Pflanzen leben nicht von Wasser und CO₂ allein: Ohne die passenden Nährstoffe in der Erde verwelken sie und sterben ab. In den meisten Gärten ist bereits eine gewisse Menge an diesen Nährstoffen vorhanden, sodass viele Pflanzen auch ohne Dünger im Garten wachsen können.
Meist fällt das Resultat jedoch besser aus, wird mit Dünger ein wenig nachgeholfen: Obst und Gemüse erhalten einen intensiveren Geschmack; Bäume, Sträucher und Blumen erstrahlen in kräftigeren Farben. Auch das Wachstum selbst wird beschleunigt, weshalb Dünger für das Pflanzenwohl insgesamt sehr empfehlenswert ist.
Nun stellt sich aber noch die Frage nach der Art des Düngers. Viele Dünger haben Ihren Anwendungszweck bereits im Namen (z. B. Rosendünger, Gartendünger, Tomatendünger, Universaldünger), was Ihnen die Auswahl bereits etwas erleichtert. In der Regel verwendet man für Gartenpflanzen sogenannte Volldünger, welche bereits die wichtigsten Nährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) beinhalten. Wird viel Wert auf die Umwelt gelegt, sollte ein organischer Dünger eingesetzt werden, ansonsten können mit einem Mineraldünger besonders schnell Ergebnisse erzielt werden.
Zusätzlich unterscheidet man zwischen Flüssigdünger, den man einfach in der Gießkanne mit dem Gießwasser vermischt, und Feststoffdünger, welcher in die Erde eingearbeitet wird – hierüber müssen Sie sich jedoch nicht allzu viele Gedanken machen, da dies in erster Linie eine Frage des Geschmacks ist.
Wie oft gedüngt werden sollte, ist stark von der jeweiligen Pflanzenart abhängig, weswegen es sich lohnen kann, sich im Detail über die Pflanze zu informieren. Jedoch kann man Gemüsepflanzen grob in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer einteilen, um zu bestimmen, wie hoch der Nährstoffverbrauch ist:
Starkzehrer: Gurken, Erdäpfel, Sonnenblumen, Tomaten, Zucchini
Mittelzehrer: Erdbeeren, Knoblauch, Lauch, Salate, Zwiebeln
Schwachzehrer: Radieschen, Kresse, Schnittlauch, Erbsen, Dill, Petersilie
Beim Anbau von Beerensträuchern gilt zudem die Faustregel, dass sie in der Blüte mit einem organischen Volldünger und nach der Ernte mit einem Kali-betonten Volldünger versorgt werden sollten – dann steht einer jährlichen, erfolgreichen Ernte nichts im Wege.
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