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Gartenarbeiten im Oktober: Zwischen letzter Ernte und erstem Frost

Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter – und Gärtner:innen haben im Oktober alle Hände voll zu tun. Denn im Beet und auf dem Balkon ist jetzt Umbruch angesagt! Nach der Hitze von Juni bis August und den lauen Spätsommertagen im September klopft der Winter leise, aber doch mit Nachdruck an die Tür und es gilt, Balkon und Garten gut auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Wie Ihnen das gelingt und welche Aufgaben Sie dafür auf Ihre grüne To-do-Liste packen sollten, verraten wir Ihnen hier!

Ernten im Oktober: Vitamin- & abwechslungsreich

So spät im Jahr sind Obstbäume, Gemüse- und (Hoch)beet längst in der Winterpause? Weit gefehlt! Es gibt zahlreiche wetterfeste Pflänzchen, die auch jetzt noch reiche Ernten ermöglichen:

Herbstliches Obst

Im Oktober haben zwei fruchtige Klassiker Saison: Äpfel und Birnen. Auch Zwetschken und die letzten Weintrauben gibt es noch zu genießen. Mit fein-säuerlichen Quitten wird nun auch eine besondere Herbstspezialität reif.

Tipp: Diese eignen sich auch wunderbar zum Einkochen und verwöhnen Sie als Marmelade, Chutney oder Sauce auch im Winter noch mit ihrem fein-säuerlichen Aroma.

Winterfestes Gemüse

Zugegeben, die Auswahl an Gemüse ist im Oktober im Vergleich zu den Sommermonaten etwas kleiner. Allerdings keinesfalls eintönig, denn robuste Sorten wie Kürbis, Zwiebeln oder Rote Rüben gedeihen nach wie vor. Auch Knoblauch und Bohnen fühlen sich bei kühlerem Wetter noch wohl. Für herbstliches Grün auf Ihrem Speiseplan sorgen frischer Kohl, knackiger Salat oder Sellerie. Apropos: Die Blätter von Knollensellerie müssen Sie nicht wegwerfen, sie lassen sich ähnlich wie Spinat oder Mangold zu feinen Beilagen verarbeiten.

Ein weiterer Fixstarter im Oktober: Nüsse und Kastanien aller Art! Ob Walnuss, Haselnuss oder die ersten Maroni – der knusprige Knabbergenuss hat jetzt Hochsaison. Perfekt zum Sammeln, Trocknen, Mahlen oder als Snack für den nächsten Fernsehabend!

Säen im Oktober: Vorbereitung ist alles

Mit dem Ende des Sommers ist die Pflanzzeit keineswegs vorbei: Steckrüben, Spinat und Mangold lassen sich jetzt noch problemlos in Balkonkästen und Hochbeeten aussäen und überstehen dort auch härteren Frost. Auch Asia-Salate wie Pak Choi oder Mizuna trotzen der kühlen Witterung und können bereits nach wenigen Wochen geerntet werden. In geschützten Lagen können sogar noch Radieschen, Karotten und Kresse für eine späte Herbsternte gesät werden. 


Tipp: Nutzen Sie warme, sonnige Plätze an Hauswänden oder überdachte Balkonnischen, damit sich Ihre Pflänzchen auch an kalten Tagen noch wohlfühlen. Und falls es nachts schon frostig wird, schützen Gartenvlies oder -folien sowie Pflanzenschutzmatten aus isolierendem Material die sensiblen Samen vor der Kälte.


 

Weitere Gartenarbeiten im Oktober: Bereit für den Winter

Die kalte Jahreszeit rückt langsam, aber sicher näher – und damit wird es Zeit, die letzten Vorbereitungen zu treffen.

Hier ein Überblick, was nun zu tun ist:

Laub entfernen

Besonders auf Balkonen oder in geschützten Innenhöfen sammelt sich in den Herbstmonaten so einiges an Herbstlaub an, das in Kombination mit der Feuchte aus Tau, Nebel und Niederschlag schnell für Fäulnis und Schimmel auf Pflanzen und Grünflächen sorgt. Deswegen sollten Sie es möglichst rasch beseitigen – am besten noch, bevor der erste herbstliche Regenguss darauf fällt und das Rechen zur mühsam-klebrigen Angelegenheit wird. Auch von Topfpflanzen und Hochbeeten sollte überschüssiges Laub entfernt werden, damit sie weiterhin genügend Licht und Luft bekommen.

 


Tipp: Dachrinnen und Abflüsse nicht vergessen! Hier kann überschüssiges Laub für Verrostungen oder verlegte Rohre sorgen.


 

Mulchen

Apropos Herbstlaub: Trockene Blätter müssen nicht direkt in den Biomüll, sondern können direkt als wertvoller Mulch für Kübelpflanzen, Balkonkästen & Co. weiterverwendet werden. Denn dieser schützt sensible Wurzeln vor Frost und speichert Feuchtigkeit, die besonders mehrjährige Pflanzen im Winter (in Maßen) gut gebrauchen können. Kein Herbstlaub zur Hand? Alternativ eignen sich auch andere Naturmaterialien wie Gras- oder Heckenschnitt, Rindenmulch oder Hackschnitzel.

 

 


Tipp: Lassen Sie beim Mulchen rund um die Pflanzenstängel einige Zentimeter frei, um Staunässe und damit Fäulnis zu vermeiden.


 

Unkraut jäten

Zwar starten zahlreiche Pflanzen dieser Tage in die Winterruhe, für Unkraut lässt sich das aber (noch) nicht behaupten. Besonders in Pflasterfugen und zwischen Terrassenplatten siedeln sich häufig noch grüne Störenfriede an, die vor dem Winter beseitigt werden sollten. Am besten nutzen sie dafür die wärmeren Tage am Anfang des Monats, wenn die Erde noch weicher ist. So lässt sich Unkraut samt Wurzel leichter ausrupfen.

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