Wo wird Blaufränkisch angebaut?
Heute ist die Rebsorte Blaufränkisch untrennbar mit dem österreichischen Weinbau verbunden – vor allem mit dem Burgenland, das als seine wahre Heimat gilt. Rund 94 % der gesamten österreichischen Blaufränkisch-Fläche liegen dort, insbesondere im Mittelburgenland, das nicht umsonst den Beinamen „Blaufränkischland“ trägt. In den Gemeinden Deutschkreutz, Horitschon, Neckenmarkt und Lutzmannsburg entstehen einige der renommiertesten Rotweine des Landes. Das pannonische Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten, kombiniert mit tiefgründigen Lehm- und Tonböden, schafft ideale Bedingungen für die Rebsorte: Sie liefert hier Weine mit intensiver Frucht, feiner Würze und großem Reifepotenzial.
Neben dem Mittelburgenland finden sich wichtige Anbauzonen auch am Eisenberg, wo der mineralische Schieferboden besonders charaktervolle, elegante Varianten hervorbringt, sowie am Leithaberg, wo er auf Kalk und Schiefer einen markant mineralischen und eleganten Charakter erhält und im Seewinkel, wo Blaufränkisch durch den Einfluss des Neusiedlersees eine besonders fruchtbetonte Stilistik zeigt. In Niederösterreich spielt die Sorte vor allem im Carnuntum eine bedeutende Rolle – etwa rund um Göttlesbrunn, Höflein und Prellenkirchen. Dort sorgen Löss- und Kalkböden für fein strukturierte, saftige Weine mit belebender Frische. Kleinere, aber qualitativ hochwertige Anbauflächen gibt es zudem in der Steiermark und in Wien, wo Winzer:innen zunehmend auf den eigenständigen Charakter dieser Sorte setzen.