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Das 1x1 der Anzucht
Vom Samen zur Pflanze: Unser Anzucht-Guide
Die gute Kinderstube für deine Pflänzchen Mit der Anzucht starten wir voller Elan in ein erfolgreiches Gartenjahr. Mit der richtigen Erde, ausreichend Licht und gleichmäßiger Feuchtigkeit entwickeln sich dabei aus Samen kräftige Jungpflanzen.
Ob auf der Fensterbank oder im Gewächshaus – eine gute Vorbereitung sorgt für gesunde Wurzeln und bessere Erträge. Entdecke Tipps von Biogärtner Karl Ploberger zur Aussaat, Pflege und zum richtigen Zeitpunkt fürs Pikieren.
Auf dieser Seite findest du
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„Nicht zu früh mit der Anzucht beginnen – je mehr Licht, desto kompakter wachsen die Pflanzen.”
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Was brauche ich für die Anzucht?
Für die erfolgreiche Anzucht von Pflänzchen ist das richtige Zubehör entscheidend. Dazu gehören Anzuchtgefäße ebenso wie die passende Erde, Werkzeug und Abdeckungen:
Anzuchtschalen oder kleine Töpfe sind die gute Kinderstube für Samen und Pflänzchen. Anzuchtbehälter aus Papier oder Plastik können gekauft werden, oft reichen jedoch auch gut ausgewaschene, alte Pflanztöpfe, Joghurtbecher oder sogar quer aufgeschnittene, leere Milchpackungen. Wichtig ist, dass sich keine Staunässe bilden darf.
Hochwertige Anzuchterde bietet wenige, abgestimmte Nährstoffe für die jungen Pflänzchen, um diese nicht zu überfordern.
Beschriftbare Pflanzenstecker erinnern daran, welche Samen in welchem Behälter schlummern.
Eine transparente Abdeckung oder ein Mini-Gewächshaus sorgen für gleichmäßige Luftfeuchtigkeit und ein passendes "Mikro-Klima"
Zusätzlich helfen eine Sprühflasche oder Ballbrause zum sanften Wässern, eine warme, helle Aufstellfläche und bei Bedarf eine spezielle Pflanzenlampe für ausreichend Licht.
„Alte Sorten sind oft viel robuster und dem lokalen Klima angepasst.”
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Schritt für Schritt vom Samen zur Pflanze
Befülle deine Anzuchtbehälter mit Anzuchterde und kontrolliere die Packungsangabe deiner Samen - handelt es sich bei deinem Saatgut um Lichtkeimer oder Dunkelkeimer? Wie viele Samen sollen pro Aussaatbehälter eingepflanzt werden?
„Wärme ist für die jungen Pflänzchen das Wichtigste. Daher ist ein dünnes Vlies als Schutz vor nächtlicher Kälte ein wesentlicher Schritt zum Erfolg.”
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Auspflanzen der Pflänzchen
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Anpflanzen ist vor allem eine Frage des Zeitpunkts. Zu früh und die Pflanzen erfrieren, zu spät und man kann die Ergebnisse der Gartenarbeit nicht genießen. Davon sollte man sich jedoch nicht abschrecken lassen: Empfehlungen für den richtigen Zeitpunkt stehen in der Regel bereits auf der Samen-Verpackung.
Zusätzlich sollte jedoch die Klimazone beachtet werden, denn sogar innerhalb Österreichs gibt es bereits kleine Unterschiede im Klima. Im Osten Österreichs (u. a. Wien, Eisenstadt, Graz) kann bis zu einem Monat früher mit dem Anpflanzen begonnen werden als in Mittel- und Westösterreich (u. a. Innsbruck, Salzburg, Klagenfurt, Linz).
Als Richtlinie kann man jedoch befolgen:
Februar und März: robustere Pflanzen wie Schnittlauch, Salat, Kohlgewächse
Ab April: viele Kräuter wie Rosmarin und Thymian
Ab Mai: wärmeliebende Pflanzen wie Basilikum, Tomaten, Zucchini, Gurken sowie Obstgehölze wie Kirschen oder Feigen
Ab September: Wintergemüse wie Rote Bete, Feldsalat oder Topinambur
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Soll ich meine Samen vorziehen oder direkt ins Beet säen?
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Pflanzen, die man vorziehen sollte
Einige Pflanzen profitieren von der Anzucht auf der Fensterbank oder im Gewächshaus, bevor sie ins Beet gesetzt werden.
Dazu gehören Tomaten, Paprika, Auberginen, Gurken, Chili oder Zierpflanzen wie Petunien und Tagetes. Durch das Vorziehen entwickeln sie kräftige Wurzeln und stabile Triebe, können früher blühen oder Früchte tragen und sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Wetterschwankungen.
So wird die Gartensaison optimal genutzt und die Pflanzen wachsen schneller im Freien.
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Pflanzen, die direkt ins Beet gesät werden können
Andere Arten gedeihen besser, wenn sie direkt ins Beet gesät werden.
Dazu zählen Karotten, Radieschen, Spinat, Rote Bete, Erbsen, Bohnen und viele Kräuter wie Petersilie oder Dill. Sie entwickeln sich dort ohne Umgewöhnung an Erde und Standort, Keimlinge sind robuster und es entfällt das pikieren oder Umpflanzen.
Direktsaat spart Zeit, Arbeit und ist ideal für Pflanzen, die empfindlich auf Wurzelstörungen reagieren.
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