Wo wird Syrah angebaut?
In Österreich spielt Syrah, wie bereits erwähnt, eine eher kleine, aber dennoch spannende Nebenrolle. Der Schwerpunkt liegt im Burgenland, wo mit rund 108 Hektar über 70 % der gesamten heimischen Syrah-Fläche stehen. In Niederösterreich sind es etwa 36 Hektar, kleinere Bestände finden sich in der Steiermark (3 ha), in Wien (1,3 ha) und im Bergland (1,2 ha). Insgesamt bleibt die Anbaufläche überschaubar – Syrah bevorzugt deutlich wärmere Regionen, als sie hierzulande flächendeckend gegeben sind.
Die Sorte ist insgesamt kälteempfindlich, braucht sehr warme, frühe Lagen und reagiert sensibel auf anhaltende Kälte und Nässe – bei diesem Wetter erreichen die Trauben oft nicht die Vollreife, was sich direkt in ihrem Geschmack zeigt. Umgekehrt kann zu viel Sonne schnell zur Überreife führen. Hinzu kommt, dass Syrah eher hohe Erträge liefert, die ohne Regulierung zu wenig konzentrierten Weinen führen. Wenn Winzer:innen jedoch konsequent auf Ertragsreduzierung, sorgfältige Laubarbeit und den passenden Lesezeitpunkt achten – und das Wetter mitspielt –, entstehen Weine mit beeindruckender Tiefe und Ausdruckskraft.
Schon gewusst? Die Syrah-Trauben haben die ungewöhnliche Eigenschaft, dass sie in der Reifephase plötzlich an Säure verlieren, während gleichzeitig ihr Zuckergehalt stark ansteigt. Das führt zu kräftigen, alkoholreichen Weinen, die sowohl fruchtbetont als auch würzig sind.