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Verschiedene Kaffeevariationen wie Espresso, Cappuccino, schwarzer Kaffee und Eiskaffee auf einem Tisch

Zubereitungsarten von Kaffee

Tipps für Siebträgermaschine, Mokkakanne und Co.

Von cremigem Cappuccino bis Espresso Lungo und Americano: Mit einer duftenden Tasse Kaffee fällt der Start in den Morgen gleich viel leichter. Für ein rundum gelungenes Geschmackserlebnis sind dabei aber nicht nur Kaffeesorte, sondern auch die Art der Kaffeemaschine und die Art der Zubereitung ausschlaggebend – Mahlgrad, Wassertemperatur und das Verhältnis von Kaffee zu Wasser entscheiden, ob das Getränk zu dünn, zu bitter oder für dich perfekt schmeckt.

Und: Dieselben Bohnen führen aus der French Press zum Beispiel zu einem ganz anderen Ergebnis als frisch aus der Mokkakanne. Welche Unterschiede und Vorzüge die verschiedenen Zubereitungsarten genau haben, verraten wir dir hier – inklusive Reinigungstipps und allerlei Wissenswertes für Vollautomat, Filtermaschine und Co.

Freundesgruppe stößt mit verschiedenen Kaffeegetränken und Heißgetränken an

So gelingt dein Kaffee ganz nach deinem Geschmack

Ob kräftiger Espresso, klassischer Filterkaffee oder aromatischer Kaffee aus der French Press – die richtige Kaffeezubereitung macht den Unterschied. Entdecke verschiedene Zubereitungsarten von Kaffee und erfahre, wie Kaffeevollautomat, Filtermaschine, Siebträgermaschine, Mokkakanne und French Press funktionieren. Dazu findest du praktische Tipps zur Anwendung, Reinigung und Auswahl – für Kaffeegenuss ganz nach deinem Geschmack.

Frisch gebrühter Espresso läuft aus einer Kaffeemaschine in eine weiße Tasse

Kaffeevollautomaten: Genuss auf Knopfdruck

Kaffeevollautomaten sind ideale Allrounder. Wahlweise erhältlich mit oder ohne Mahlwerk, kannst du mit nur einem Knopfdruck perfekt gebrühten Kaffee genießen. Kaffeevollautomaten sind daher ideal für den Einsatz im Büro, da sie ohne Probleme tagtäglich große Mengen an Kaffee bewältigen können – und die schnelle Zubereitung von vielen verschiedenen Getränken ermöglichen. Aber auch für den Einsatz zuhause sind sie eine praktische Wahl, vor allem, wenn Kaffee in großen Mengen konsumiert wird. Welches Modell am besten zu dir passt, hängt ganz davon ab, was deine Anforderungen sind.

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Hier ein Überblick über einige wichtige Punkte, die beim Kauf zu beachten sind:

  • Mahlwerk: Vollautomaten können entweder mit Scheiben- oder Kegelmahlwerk ausgestattet sein, die meist aus Keramik oder Metall bestehen. Für große Kaffeemengen sind Scheibenmahlwerke ideal, für kleine Mengen ist ein Kegelmahlwerk meist ausreichend. Wichtig ist es, auf die Verarbeitung zu achten – weniger hochwertige Mahlwerke neigen bei häufigem Einsatz zum Überhitzen, was sich negativ auf den Geschmack des Kaffeepulvers und somit des Kaffees auswirkt.

  • Wasserfilter: Die Qualität des verwendeten Wassers beeinflusst die Qualität des Kaffees. Ein integrierter Wasserfilter beugt Verkalken vor, sorgt für die nötige Reinigung und verhindert somit, dass ein unangenehmer Beigeschmack entsteht.

  • Schlauchsysteme: Im Idealfall verfügt Ihr Kaffeevollautomat über eine Selbstreinigungsfunktion, um die hygienische Zubereitung diverser Heißgetränke sicherzustellen. Wenn Cappuccino, Latte Macchiato und andere Milchgetränke hoch im Kurs stehen, ist ein integriertes Milchschaumsystem eine praktische Ergänzung, um Zeit zu sparen.

  • Dampflanze: Wenn du zuhause oder im Büro die Milch selbst aufschäumen wollen, lohnt sich die Investition in ein Gerät mit Dampflanze. So hast du stets volle Kontrolle über das Ergebnis und können sich sogar an kreativen Milschaum-Kreationen versuchen.

Grundsätzlich gilt bei der Wahl des Geräts die altbekannte Weisheit: Je hochwertiger die Verarbeitung, desto langlebiger das Gerät.

Bei vielen Vollautomaten kannst du den Mahlgrad individuell einstellen. Das geht meistens mithilfe eines verstellbaren Rädchens. Wenn der Kaffee zu schwach oder zu säuerlich ist, sollte der Mahlgrad feiner gestellt werden. Ist er dagegen zu stark oder bitter, wählen Sie einen gröberen Mahlgrad.

Frisch gebrühter Kaffee mit goldbrauner Crema läuft aus einer Kaffeemaschine in eine Glastasse

Wie reinigt man Kaffeevollautomaten?

Sauberkeit der Maschine ist beim Kaffeevollautomaten essentiell, damit der Kaffee keinen Nebengeschmack annimmt. Das Wichtigste dabei ist das regelmäßige Entkalken. Moderne Vollautomaten sind hier besonders fortschrittlich – Sie erinnern per Display-Anzeige daran, wann wir uns dafür Zeit nehmen müssen, damit dem morgendlichen Koffeinkick nichts im Wege steht. Reinige zusätzlich auch den Bohnentrichter regelmäßig mit einem feuchten Tuch und spüle die Sudlade nach jedem Ausleeren unter fließendem Wasser. Danach beides mit einem Papiertuch nachtrocknen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Nach der Zubereitung von Cappuccino oder Latte Macchiato empfiehlt es sich außerdem, das Milchschaumsystem immer gut durchzuspülen und den Behälter häufig zu reinigen, um Bakterienbildung vorzubeugen.

Gemahlener Kaffee wird für die Zubereitung von Filterkaffee in einen Handfilter gefüllt

Filterkaffee: Schnell, einfach, hocharomatisch

Ob per Handfilter oder mit der Kaffeemaschine, Filterkaffee ist schnell und einfach zubereitet – und wunderbar nuanciert im Geschmack. Während Espresso von Natur aus intensiver ist und Bitterstoffe sowie Säure geschmacklich perfekt zur Geltung kommen, ist Filterkaffee milder, aber dafür koffeinhaltiger. Da das Kaffeepulver während der Zubereitung lange mit dem Wasser in Kontakt ist, werden die feinen Öle und Aromen der gemahlenen Bohnen zudem ideal hervorgehoben. Das Ergebnis? Ein wunderbar vollmundiger Geschmack, Tasse für Tasse. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn mit der Filtermethode ist es ein leichtes, große Mengen an Kaffee auf einmal zu brühen. Ideal also für Vieltrinker:innen und Haushalte mit hohem Kaffeekonsum.

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So funktioniert die Kaffeezubereitung mit Handfilter

  1. Wasser aufkochen.

  2. Papierfilter im Handfilter platzieren und über eine Tasse stellen. Tipp: Nach dem Einsetzen des Papiers in den Handfilter sollte dieser mit heißem Wasser ausgespült werden, damit das Papier seinen Eigengeschmack verliert und der Handfilter vorgewärmt wird.

  3. Gemahlenen Kaffee möglichst mittig und zentriert in den Filter einfüllen (12 g für eine Tasse mit 200 ml).

  4. Heißes Wasser gleichmäßig und in kreisenden Bewegungen über den Kaffee gießen. Der Brühvorgang sollte etwa 2 bis 3 Minuten dauern. Und fertig!

Frisch gemahlener Kaffee wird direkt in den Siebträger einer Kaffeemaschine gefüllt

Siebträgermaschinen: Die Könige der “Kaffeemacher”

Der Siebträger bzw. die Espressomaschine ist die Königsdisziplin der Kaffeezubereitung und eine gute Investition für Kaffeeliebhaber:innen aller Art. Denn mit dem leistungsstarken Gerät lassen sich nicht nur der perfekte Espresso mit feiner Crema oder ein herrlicher Cappuccino zaubern, das Gerät ist außerdem leicht in der Anwendung und äußerst robust und langlebig. Dank der vielen manuellen Einstellungsmöglichkeiten können Genießer:innen jeden Aspekt der perfekten Tasse Kaffee ganz nach Geschmack kontrollieren. Doch wie funktioniert eine Siebträgermaschine eigentlich?

So funktioniert die Kaffeezubereitung im Siebträger

Siebträgermaschinen arbeiten mit hohem Druck. Dabei wird das Wasser im Inneren auf bis zu 88 bis 94 °C erhitzt, anschließend wird es mit konstantem Druck zwischen 8 und 15 bar durch ein Sieb gedrückt, das mit Ihrem liebsten Espresso oder gemahlenem Kaffee aufgefüllt ist. Das Ergebnis: aromatischer, vollmundiger Kaffee zum Verlieben!

So kommst du Schritt für Schritt zum perfekten Espresso:

  1.  Kaffeebohnen ganz fein mahlen und mit Pressstempel in den Siebträger drücken (16g).

  2.  Siebträger in die Maschine einspannen. In ca. 25 Sekunden sollten 25 ml Espresso durchlaufen. Sollte er zu schnell durchlaufen. Läuft in der Zeit mehr Kaffee durch, muss der Mahlgrad angepasst werden.

  3. Der Espresso ist fertig. Für einen perfekt gerührten Cappuccino fehlt nur noch der Milchschaum.

  4. Milch aufschäumen. Dazu zuerst Luft unter die Oberfläche ziehen, wodurch die Milch an Volumen zunimmt (Ziehphase). Dann die Milch bis zur gewünschten Temperatur erhitzen, ohne weitere Luft in die Milch zu ziehen (Rollphase). Der Milchschaum sollte eine feinporige Konsistenz, die Temperatur sollte 65 °C nicht übersteigen.

  5. Milchschaum etwas schwenken, dann langsam und mittig in den Espresso gießen – und Cappuccino genießen!


Welche Arten von Siebträgern gibt es?

Siebträgermaschine ist nicht gleich Siebträgermaschine: Je nach Bauweise unterscheidet man zwischen den folgenden Modellen.

  • Einkreiser: Wie der Name verrät, verfügen Einkreiser über einen Kessel, der sowohl für die Erhitzung von Espresso als auch Milchschaum zuständig ist. Das macht die Geräte verhältnismäßig günstig in der Anschaffung und zum perfekten Einsteigermodell für alle, die bevorzugt Espresso pur genießen.

  • Zweikreiser: Zweikreiser verfügen über zwei Kessel und somit zwei temperierte Wasserkreisläufe – perfekt also nicht nur für die Zubereitung von Espresso, sondern auch von diversen Milchgetränken wie Cappuccino und Co., da Wasser und Milchschaum getrennt voneinander erhitzt werden. Außerdem ist die Zubereitungszeit kurz.

  • Dual Boiler: Auch bei dieser Art von Siebträgern sind zwei Kessel verbaut, sodass Brühtemperatur und Dampfdruck individuell und unabhängig voneinander gesteuert werden können. Dual Boiler sind auch für den professionellen Einsatz geeignet, da die Zubereitung schnell von Hand geht und die volle Funktionsfähigkeit auch bei länger anhaltendem Gebrauch gegeben ist.

  • Thermoblockmaschinen: Das ideale Einsteigermodell für Kaffeeliebhaber:innen. Da diese Siebträger keinen integrierten Kessel haben, sondern das Wasser direkt beim Durchlaufen des Thermoblocks erhitzt wird, ist die Maschine sehr wartungsarm und gleichzeitig schnell aufgeheizt – für unwiderstehlichen Kaffeegenuss in kürzester Zeit.

Siebträger wird für die Zubereitung von frischem Kaffee in eine Espressomaschine eingesetzt

Wie reinigt man einen Siebträger?

Um stets perfekt gebrühten Kaffee zu genießen, sollte der Siebträger regelmäßig gereinigt werden. Und so funktioniert’s: Blindsieb in den Siebträger geben, in die Maschine einspannen und dreimal mit Wasser spülen. Danach das Reinigungspulver ins Blindsieb geben und mehrmals durchspülen. Als nächstes den Siebträger in einen Behälter mit Wasser und Reinigungspulver eintauchen und einige Minuten einwirken lassen. In der Zwischenzeit etwaige Milchreste von der Düse entfernen. Dann alle Teile mit klarem Wasser ausspülen. Auch die Dusche und den Dichtungsring von innen mit heißem Wasser und einer Bürste reinigen. Bei der Siebträger-Maschine gilt, genau wie bei allen anderen Geräten: Herstellerspezifische Vorgaben sollten beachtet werden.

Gleich vorweg: Sowohl Kaffeevollautomaten als auch Siebträger bzw. Espressomaschinen sind ideal für die Zubereitung von hochwertigem, aromatischen Kaffee. Da bei Siebträgern der Kaffee nur sehr kurz mit Wasser in Berührung kommt, ist der Espresso jedoch noch einen Hauch feiner und nuancierter im Geschmack, während die eingangs erwähnten manuellen Einstellungsmöglichkeiten dafür sorgen, dass du jeden Kaffee ganz nach deinen persönlichen Vorlieben zubereiten kannst. Vollautomaten sind in ihren Programmen zwar limitierter, aber auch leichter in der Handhabe – was sie zu einer guten Wahl für all jene macht, die auf Knopfdruck und ohne viel Aufwand perfekt gebrühten Espresso genießen wollen. Allerdings sind Kaffeevollautomaten wiederum etwas anspruchsvoller in der Wartung und Pflege als Siebträger. Welches Modell am besten zu Ihnen passt, hängt also ganz von Ihren persönlichen Kaffee-Vorlieben und Häufigkeit der Verwendung ab.

Tasse Kaffee und italienische Mokkakanne neben einem offenen Feuer

Die Mokkakanne: Ur-italienischer Kaffeegenuss

Die Mokka-Kanne, untrennbar mit der Traditionsmarke Bialetti verbunden, ist eine typisch italienische Zubereitungsmethode. Ursprünglich konzipiert für die Verwendung auf Gas- und Elektroherden, sind die flotten “Kaffeemacher” in diversen Ausführungen erhältlich, die sowohl für Induktionsherde geeignet sind, als auch mit einem eigenen Sockel à la Wasserkocher ausgestattet sein können Der Kaffee ist stark und intensiv und kann gut mit etwas heißem Wasser verlängert werden.

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So funktioniert die Zubereitung von Mokka

  1. Wasser in den unteren Teil des Kännchens einfüllen.

  2. Sieb in den unteren Teil des Kännchens einsetzen, fein gemahlenen Kaffee einfüllen (16 g für 250ml) und glatt streichen.

  3. Den oberen Teil des Kännchens aufsetzen und bei mittlerer Hitze auf den Herd stellen.

  4. Sobald das Wasser komplett nach oben durchgelaufen ist, wird die Mokkakanne vom Herd genommen – das unverkennbare Blubbern verrät, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Fertig

Wie reinigt man eine Mokkakanne?

Nachdem uns der italienische Klassiker mit einem kräftigen Espresso verwöhnt hat, ist es am besten, die Kanne zu zerlegen und alle Teile mit klarem, lauwarmem Wasser und einem Schwamm zu reinigen. Wichtig: Keine Reinigungsmittel verwenden, da sich die Chemikalien auf den Kaffeegeschmack auswirken und das Material angreifen können.

Besonders vorsichtig ist auch die Gummidichtung zu behandeln, sie sollte nicht zerkratzt werden. Danach die Kanne mit einem Tuch trocknen, um Wasser- und Kalkablagerungen vorzubeugen. Apropos Kalk: Je nach Häufigkeit der Nutzung sollte die Mokkakanne alle paar Wochen entkalkt werden.

Kaffee wird in einer French Press durch Herunterdrücken des Stempels zubereitet

French Press: Der flotte Kaffeebereiter

Die French Press, auch gerne als Kaffeebereiter bezeichnet, ist wunderbar unkompliziert, denn: Für die Kaffeezubereitung sind weder Filterpapier noch andere Verbrauchsmaterialien notwendig, außerdem ist sie leicht zu reinigen. Bei der Zubereitung ist der Kaffee durchgehend mit dem Wasser in Kontakt (auch bekannt unter der Bezeichnung “Full Immersion Brewing”) und wird anschließend durch ein Metallsieb gefiltert. Daher sollte der Mahlgrad des Kaffees grob sein, damit die enthaltenen Fette und Öle nicht herausgefiltert werden – was jede gepresste Tasse Kaffee komplexer und reichhaltiger macht sowie für mehr geschmackliche Fülle sorgt.

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So funktioniert die Zubereitung mit der French Press

  1. Wasser aufkochen.

  2. Grob gemahlenen Kaffee in die French Press füllen und mit heißem Wasser aufgießen (21g auf 350 ml Wasser). Tipp: Den Kaffee am besten immer frisch mahlen, damit Nuance und Aromen besonders gut zur Geltung kommen!

  3. Anschließend 4 Min. ziehen lassen.

  4. Stempel aufsetzen und langsam und gleichmäßig nach unten drücken, Kaffee in die Tasse gießen und genießen!