Neusiedlersee DAC: Die Klassenbesten
Ähnlich wie viele andere Weinregionen Österreichs hat auch der Neusiedlersee seit 2012 seine eigene Herkunftsbezeichnung. Im Unterschied zu Kamptal, Traisental, Wagram und Co., deren DAC-Siegel oft eine Vielzahl von Rebsorten umfassen, ist man im Nordburgenland etwas strenger: Zur Prüfung zugelassen sind nämlich nur Zweigelt und edelsüße Weine, die ihre Heimat in puncto Qualität, Herstellung oder Geschmack besonders typisch repräsentieren. Pro Kategorie unterscheidet man zwei Qualitätsstufen:
Zweigelt
Neusiedlersee DAC: Fruchtige Rotweine aus regionalen Zweigelt-Trauben mit einem Alkoholgehalt von mindestens 12% vol. Ausbau wahlweise im Stahltank oder Holzfass.
Neusiedlersee DAC Reserve: Länger gereifte Weine mit mehr Struktur und einem höheren Alkoholgehalt (mindestens 13 % vol.). Der Ausbau im Fass ist hier verpflichtend, zur Wahl stehen große Holz- oder kleinere Barriquefässer.
Süßweine
Neusiedlersee DAC (Spätlese oder Auslese): Süßweine, die aus spätreifen weißen Trauben gekeltert werden. Die Süße muss aus dem Gärungsprozess entstehen, zudem dürfen die Trauben keine natürliche Edelfäule (Botrytis) aufweisen. Die Lese kann per Hand oder maschinell erfolgen.
Neusiedlersee DAC (Beerenauslese oder Trockenbeerenauslese): Die Kür für Süßweine der Extraklasse. Kandidaten für diese Stufe müssen aus edelfaulen, weißen Trauben gekeltert werden. Das Zufügen von Zucker ist verboten, die Lese per Hand verpflichtend.
Übrigens: Haben die Weine die Prüfung bestanden, dürfen sie am Etikett offiziell die DAC-Bezeichnung tragen. Bei edelsüßen Weinen ist außerdem der Zusatz “Seewinkel” erlaubt, wenn die Trauben aus Apetlon, Illmitz und/oder Podersdorf kommen.